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11.09.2012

02:53 Uhr

Streikwelle

Südafrikas Edelmetall hängt im Schacht

Nach den tödlichen Zusammenstößen in der südafrikanischen Platinmine Lonmin haben Bergleute die Streiks ausgeweitet - und bedrohen die Streikbrecher. Nun legten auch mehrere Tausend in einer Goldmine die Arbeit nieder.

Rund 10.000 südafrikanische Minenarbeiter marschierten am Montag von einer Mine zur anderen. Reuters

Rund 10.000 südafrikanische Minenarbeiter marschierten am Montag von einer Mine zur anderen.

MarikanaDie Streiks in südafrikanischen Edelmetallminen haben sich weiter ausgedehnt. Mehr als 10.000 Arbeiter legten in der Nacht zum Montag ihre Arbeit in der Goldmine KDC nieder.

Sie fordern einen monatlichen Mindestlohn von 12.500 Rand (1.200 Euro) und die Absetzung der Betriebsräte der Gewerkschaft National Union of Mineworkers. Der Minenbetreiber Gold Fields International teilte mit, Manager seien am Montag mit Streikenden zusammengetroffen.

In der drittgrößten Platinmine des Landes, Lonmin PLC, setzten Arbeiter ihren seit vier Wochen andauernden Streik fort. Nach Angaben von Lonmin erschienen lediglich sechs Prozent der 28.000 Arbeiter zur Arbeit in der Mine in Marikana nordwestlich von Johannesburg. Auch sie fordern einen Monatslohn von 12.500 Rand, etwa doppelt so viel, wie sie bisher erhalten.

Bereits angesetzte Tarifgespräche bei Lonmin begannen nicht fristgerecht. Ein unabhängiger Verhandlungsexperte sagte, es könne nur dann vorangehen, wenn die Arbeiter bis Montag zur Arbeit zurückkehrten. Stattdessen marschierten die Lonmin-Arbeiter von einem Schacht zum nächsten und drohten Medienangaben zufolge damit, Streikbrecher umzubringen.

Mit Macheten, Knüppeln und Speeren bewaffnete Bergleute zogen am Montag von Schacht zu Schacht und vertrieben Kumpel, die zur Arbeit erschienen waren. Einer der streikenden Minenarbeiter schlug einen Bergmann mit einer Peitsche. Als Dutzende Bewaffnete auf den mutmaßlichen Streikbrecher zustürmten, zogen Polizisten den Mann in ein Auto und fuhren davon. Mitte vergangenen Monats waren bei Auseinandersetzungen zwischen Streikposten und der Polizei 44 Menschen ums Leben gekommen.

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In einer weiteren Platinmine, Implats, fordern mehr als 15.000 Arbeiter eine zehnprozentige Lohnerhöhung. Sie traten nach Angaben eines Sprechers aber nicht in einen Ausstand.

Von

dapd

Kommentare (1)

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Wutbuerger

10.09.2012, 22:39 Uhr

Zitat "Stattdessen marschierten die Lonmin-Arbeiter von einem Schacht zum nächsten und drohten Medienangaben zufolge damit, Streikbrecher umzubringen."

Kann Claudia Roth nicht vermitteln? Oder Heiner Geißler? Jürgen Trittin? Josef Martin Fischer? Ich bin enttäuscht, daß sich PolitikerInnen aus unserer BRD für die schlimmen Ereignisse in Südafrika nicht interessieren.

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