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24.09.2012

06:51 Uhr

Streit mit Japan

China schickt Schiffe zu umstrittenen Inseln

Im Inselstreit zwischen China und Japan ist keine Entspannung in Sicht. Nach Angaben der japanischen Küstenwache sollen zwei chinesische Schiffe in das von Japan beanspruchte Hoheitsgebiet gefahren sein.

Ostchinesisches Meer

Neue Spannungen im Inselstreit

Ostchinesisches Meer: Neue Spannungen im Inselstreit

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Tokio/PekingIm Streit zwischen China und Japan um die unbewohnte Inselgruppe im ostchinesischen Meer gibt es neue Spannungen. Zwei Kontrollschiffe des chinesischen Militärs fuhren nach Angaben der japanischen Küstenwache am Montag in die Zone der Inseln ein, die Japan als sein Hoheitsgebiet betrachtet. Die Schiffe verteidigten mit der Kontrollfahrt die Rechte Chinas, zitierte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua die staatliche Ozean-Verwaltungsbehörde, in deren Auftrag die Boote unterwegs sind.

Bei Xinhua hieß es zudem, Japan habe in den vergangenen Tagen wiederholt Vorfälle rund um die Inselgruppe provoziert und damit die "territoriale Integrität" Chinas schwer verletzt. Nach Angaben der japanischen Küstenwache wurden die Schiffe zum Verlassen des Gebiets aufgefordert, reagierten aber nicht.

Japanische Küstenschiffe vor den umstrittenen Inseln im ostchinesischen Meer. dapd

Japanische Küstenschiffe vor den umstrittenen Inseln im ostchinesischen Meer.

Die Inselgruppe - in China Diaoyu und in Japan Senkaku genannt - sorgt seit längerem für schweren politischen Streit. Beide Länder beanspruchen das Territorium jeweils für sich. Die Inseln liegen in fischreichen Gewässern, unter dem Ozean werden umfangreiche Gasvorkommen vermutet. Der Disput bedroht auch den Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften Asiens. Viele japanische Firmen schlossen Filialen in China. In vielen Städten Chinas war es zu teilweise gewaltsamen anti-japanischen Protesten gekommen, nachdem die japanische Regierung jüngst trotz eindringlicher Warnungen Chinas einen Teil der Inselgruppe einem privaten, japanischen Besitzer abgekauft hatte.

Die Beziehung zwischen beiden Staaten ist bis heute von der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg geprägt, bei der Millionen Chinesen getötet wurden.

Von

rtr

Kommentare (12)

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Deutscher

24.09.2012, 07:29 Uhr

Wie ging es den Chinesen als die kein Milität hatten. Da kamen die Europäer und namen sich Land. Kanonenbootpolitik. Singapour, Hongkong, etc. entstanden.

Nun machen es die Chinesen mit Japan. Japan hat kein Militär mehr, oder anderst ausgedrückt musste sich unter den Rettungsschirm der USA begeben. Das ging lange gut solange als die USA Geld hatten. Heute haben die Chinesen Geld und die USA zieht den Schwanz ein.

Das kann uns auch passieren. Wir haben in D auch kein wirkungsvolles Militär mehr. In J können wir nun verfolgen was dem der alles in Sozialsystemeen verpulfert passiert. Der verliert alles. Zuerst kommen die Sozialschmarozer, dann wird ihm das genommen was er hat. Dann aber beginnen alles wieder zu arbeiten und sich um ihr Essen zu kümmern. War während den Kriegen so, war in der DDR so und wird wohl wieder kommen.

Also schauen wir gespannt auf Japan und USA. Wie stark sind die USA?

Auch_Deutscher

24.09.2012, 08:11 Uhr

Japan ist ein friedliches und demokratisches Land. Ich hoffe, dass Deutschland den Mut findet, Japan in diesem Konflikt angemessen zu unterstützen, und nicht vor China kneift. Der Verkauf von Autos in China darf kein Grund sein, sich zu drücken.

Account gelöscht!

24.09.2012, 08:38 Uhr

Japan ist sicherlich nicht wehrlos. Japan hat seinerzeit ebenfalls territoriale Ansprüche nicht gerade zimperlich umgesetzt. Gerade in China nicht. Ein Säbelrasseln findet jetzt nun halt mal in den Gewässern statt. Mal sehen, was sich hieraus ergeben wird. Die wirtschaftlichen Interessen (auch die Deutschlands) werden hiervon jedenfalls nicht merklich berührt werden. Will heißen: Autos und technisches know-how werden immer noch weiter exportiert. Und erwartet in diesem Konfliktfall wirklich allen Ernstes irgendjemand die Einmischung der USA? Egal, wie hoch sie auch verschuldet sein mögen?

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