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30.01.2010

19:16 Uhr

Streit um Geld

USA stoppt Ausflug von Erdbebenopfern

Schon seit Mittwoch kommen keine verletzte Haitianer mehr in die USA. Die US-Luftwaffe hat die Evakuierung vorläufig gestoppt. Beobachter vermuten einen Disput um Geld als Ursache. Dabei geht es offenbar darum, wer die Arztkosten bezahlt.

US-Soldaten können derzeit keine Verletzten mehr aus Haiti ausfliegen. Foto: ap ap

US-Soldaten können derzeit keine Verletzten mehr aus Haiti ausfliegen.

HB MIAMI. Hauptmann Kevin Aandahl bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht der "New York Times". Am Dienstag hatte der Gouverneur von Florida, Charlie Crist, die Regierung in Washington aufgefordert, für die medizinische Behandlung der Erdbebenopfer aufzukommen.

Ein Sprecher von Crist erklärte am Sonntag, ihm seien keine Fälle bekannt, in denen Krankenhäuser in Florida Kranke oder Verletzte aus Haiti abgewiesen hätten. Man fühle sich deren medizinischer Versorgung weiterhin verpflichtet.

Aandahl zufolge haben sich indes mehrere Staaten unwillig gezeigt, für die Behandlungskosten aufzukommen. Deshalb sei ein Transport der Opfer selbst in kritischen Fällen unmöglich geworden. Genannt wurden diese Staaten nicht.

Kommentare (2)

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Weltenbummlerin

31.01.2010, 10:23 Uhr

Die Lobbyisten der industrie in einigen Ländern melden sich zu Wort, dass ihr Clientel nicht genug an diser Katastrohe verdient und droht sich beleidigt zurückzuziehen. Währenddessen sterben die Menschen. Geht es denn noch besser? bekommen Politiker und industrie denn nie den Hals voll?

Weltenbummlerin

31.01.2010, 10:30 Uhr

Noch ein Nachtrag:
Wie gestern aus den Nachrichten ersichtlich war, bereicht sich die Oberschicht in Haiti mit Waffengewalt an den Hilfgütern. Warum schützt das Militär der UNO das Volk in Haiti nicht vor der eigenen Oberschicht?

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