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14.01.2008

11:37 Uhr

Streit um Kulturinstitute

Russlang bestellt britischen Botschafter ein

Russland hat im Streit um britische Kulturinstitute offenbar den Botschafter Großbritanniens einbestellt. Der Konflikt zwischen den beiden Ländern spitzt sich damit weiter zu.

HB MOSKAU. Der britische Gesandte solle dem russischen Außenministerium erklären, warum die Zweigstellen des British Council in St. Petersburg und Jekaterinburg trotz eines Verbots auch im neuen Jahr geöffnet seien, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax am Montag.

Die russische Regierung hatte eine Schließung der British-Council-Regionalbüros im Dezember angeordnet und dies mit einer fehlenden Genehmigung begründet. Das Verbot sollte ab 1. Januar gelten. Großbritanniens Premierminister Gordon Brown hatte den Schritt als inakzeptabel kritisiert.

Die Beziehungen zwischen Großbritannien und Russland erreichen mit dem Konflikt einen neuen Tiefpunkt. Gegenseitige Spionagevorwürfe, die Affäre um den in London ermordeten ehemaligen russischen Geheimdienstagenten Alexander Litwinenko sowie die Ausweisung von Diplomaten auf beiden Seiten haben das Verhältnis in den vergangenen Monaten stark belastet.

Ausgenommen von der angeordneten Schließung ist das British Council in Moskau. Die Einrichtungen entsprechen den Goethe-Instituten auf deutscher Seite und haben neben Sprachkursen vor allem kulturelle Angebote im Programm.

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