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30.11.2013

13:54 Uhr

Streit um Luftraum

Passagierflugzeuge sollen sich bei Chinesen anmelden

Die Situation über dem Ostchinesischen Meer bleibt angespannt. Die USA wollen sich von Peking nicht provozieren lassen, man solle daher die chinesische „Luftverteidigungszone“ beachten. Japan dagegen bleibt gelassen.

Während die USA und Europa vor der umstrittenen chinesischen Luftraumüberwachungszone warnen, spielt Japan den Konflikt herunter. Reuters

Während die USA und Europa vor der umstrittenen chinesischen Luftraumüberwachungszone warnen, spielt Japan den Konflikt herunter.

Peking/TokioDie Regierung in Washington empfiehlt US-Passagierflugzeugen, einen Durchflug durch die jüngst von China ausgerufene „Luftverteidigungszone" wie gefordert vorab anzumelden. Das teilte das US-Außenministerium am Freitag (Ortszeit) in Washington mit. Die Voranmeldung bedeute allerdings keine Anerkennung der international umstrittenen Zone.

Zuvor hatte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gesagt, dass US-Militärmaschinen weiter „normal" durch die sogenannte Luftverteidigungszone über dem Gebiet im Ostchinesischen Meer fliegen würden. „Diese Flüge stehen im Einklang mit langjährigen und weithin bekannten US-Regelungen zur Navigationsfreiheit, die in vielen Weltregionen angewandt werden“, sagte der Pentagon-Sprecher.

China hatte zuvor mehrere Kampfjets aufsteigen lassen, um japanische und US-Militärflugzeuge zu identifizieren, die ohne die von Peking verlangte Anmeldung durch das Gebiet geflogen waren. Die Führung in Peking hatte die sogenannte Luftverteidigungszone vergangene Woche vor dem Hintergrund der seit Jahren währenden Streitigkeiten mit Japan um eine Inselgruppe ausgerufen. Die USA, Japan und Südkorea hielten sich aber nicht an die Forderung, Flüge durch die Zone anzumelden und eine Funkverbindung zu den chinesischen Behörden zu gewährleisten.

Washington hatte am Montag sogar zwei schwere B-52-Bomber durch die Zone fliegen lassen. Für den Fall, dass die Verteidigungszone ignoriert werde, hatte Peking „abwehrende Notfallmaßnahmen“ angedroht.

China soll Härte zeigen

Chinesische Staatsmedien forderten indes Härte von Peking. China dürfe sich nicht von mahnenden Worten aus den USA, Europa oder Japan gegen die umstrittenen chinesische Luftraumüberwachungszone einschüchtern lassen, schrieb die englischsprachige Zeitung „Global Times“ am Samstag, die vom kommunistischen Parteiorgan „Volkszeitung“ herausgegeben wird.

Zuvor hatte das Blatt angekündigt, Peking sei zu einem langwierigen Konflikt mit Japan bereit. Allerdings dürfe es nicht unnötig zu einer Eskalation des Streits kommen.

In einem Artikel auf dem Onlineportal der Parteizeitung „Volkszeitung“ lobte Professor Su Hao von der China Foreign Affairs University die Verfolgung von Flugzeugen aus den USA und Japan am Freitag durch chinesische Kampfjets. „Wir haben der Welt unsere Fähigkeiten und unsere Rechte vor Augen geführt“, sagte er.

Japan hingegen spielt den Konflikt herunter. Es sei nichts Besonderes passiert, sagte Verteidigungsminister Itsunori Onodera am Samstag zum Einsatz chinesischer Kampfjets vom Vortag. So habe sich zum Beispiel kein Flugzeug plötzlich genähert, sagte der Minister nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo.

Militärflugzeuge der USA, Japans und Südkoreas waren in den vergangenen Tagen in die neue „Identifikationszone zur Luftverteidigung“ (ADIZ) geflogen, ohne die chinesische Seite vorher zu unterrichten. Peking hatte daraufhin nach eigenen Angaben Flugzeuge aus Japan und den USA von Jagdflugzeugen verfolgen lassen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

30.11.2013, 16:16 Uhr

Glücklicherweise gibt es doch noch ein Land, dass sich von den Amerikanern nicht alles gefallen lässt. Dafür muss man den Chinesen wirklich dankbar sein.

Die Chinesen sind wirklich klug. Im Zuge der Goldpreismanipulationen der westlichen Notenbanken wurden im letzten Quartal rund 700t Gold nach Asien speziell Hong Kong verschifft, die man zuvor preiswert am Markt eingesammelt hat. Die Chinesen diversifizieren nämlich ihre Fremdwährungsreserven und wollen den USD loswerden.

Wenn die Amis in Asien doch noch frech werden sollten, kann die chinesischen Regierung ja damit anfangen, die US Staatsanleihen zu verkaufen. Dann muss Yellen noch mehr USD drucken um die Rendite unten zu halten und der Exitus des USD beschleunigt sich noch mehr. Im Februar 2014 kann dann Obama schon wieder nicht den Wehrsold pünktlich zahlen, weil er mal wieder blank ist. Einfach herrlich!!!

Account gelöscht!

30.11.2013, 16:20 Uhr

Übrigens, Japans Staatsschulden befinden sich jenseits von Gut und Böse. Die Japaner sind mit über 180% des BIP verschuldet und werten den Yen durch eine noch nie dagewesen Inflationspolitik ab. Kleine kriegerischen Scharmützel sind daher eine willkommene Ablenkung der Öffentlichkeit von der drohenden Zahlungsunfähigkeit Japans und der USA.

Frank3

01.12.2013, 05:53 Uhr

" . . . die US Staatsanleihen . . . ."
wer würfe den kaufen ?
Kenne KEINEN .
Also Hahahahahahaaaaah .
HAB GEHÖRT . DEMOKRATISCH HAT MENSCHHEIT BESCHLOSSEN : " wir haben keine Schulden . . . und MACHEN NICHT EINEN CENT MEHR SCHULTEN " .
WAS WÜRDE PASSIEREN ?
ES GEHT und dann GIBT ES ANDRE STEUERTABELLE WELTWEIT OHNE FLUCHT MÖGLICHKEIT . Natürlich ist IN JEDEM LAND andre Steuerzahlen zu zahlen , da IMMER ABHÄNGIG VON JEWEILIGEN Volkseinkommen zu zahlen und dort DEMOKRATISCH . . .
EIN STEUERGESETZ ABER JEDES LAND arbeitet mit EIGENE ZAHLEN , . . .und BEKOMMEN ÄRMSTEN NICHT MEHR SPENDEN SONDERN BGE als RECHT ZUM MENSCH SEIN . . .
REDET MIT FEHLEMDEN KETTENGLIED .

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