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08.10.2013

13:20 Uhr

Strengere Auflagen der EU

Schockbilder auf Zigarettenpackungen erlaubt

Die Warnhinweise waren nicht mehr genug: Künftig sollen nach Willen des EU-Parlaments Schockbilder auf Zigarettenpackungen vom Rauchen abhalten. Bis die Regelung in Kraft tritt wird es aber noch einige Jahre dauern.

Warnhinweise auf Zigarettenschachteln: Bereits auf der Fachmesse „inter-tabac“ im Jahr 2012 waren erste Modelle der Warnaufdrucke zu sehen. dpa

Warnhinweise auf Zigarettenschachteln: Bereits auf der Fachmesse „inter-tabac“ im Jahr 2012 waren erste Modelle der Warnaufdrucke zu sehen.

StraßburgMit Schockbildern und größeren Warnhinweisen auf den Zigarettenpackungen sollen in der Europäischen Union vor allem junge Menschen verstärkt vom Rauchen abgehalten werden. Einer entsprechenden Neuregelung hat das Europaparlament am Dienstag mit sehr großer Mehrheit zugestimmt. Demnach sollen künftig 65 Prozent der Verpackungsfläche mit abschreckenden Bildern, etwas von Raucherbeinen, und Warnungen wie „Rauchen tötet“ bedeckt werden. Nun beginnen Verhandlungen mit den Regierungen, um sich über Einzelheiten zu einigen.

Die EU-Regelung sieht auch vor, dass bestimmte Aroma- und Zusatzstoffe wie Menthol, Vanille oder Schokolade ganz aus Zigaretten verbannt werden. Auch für die in einigen EU-Staaten weit verbreiteten sogenannten elektronischen Zigaretten, die eine nikotinhaltige Flüssigkeit verdampfen, sind strengere Auflagen geplant. Beispielsweise sollen die Erzeuger sollen verpflichtet werden, den Inhalt des Flüssigkeit offenzulegen.

Die EU-Staaten hatten sich bereits im Juni auf schärfere Regeln für Tabakprodukte geeinigt. Nun werden Unterhändler des Parlaments mit Vertretern der Mitgliedstaaten über noch strittige Details verhandeln. Nach der endgültigen Verabschiedung haben die Regierungen zwei Jahre Zeit, um die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Mit einem Inkrafttreten der Neuregelung wird daher nicht vor 2016 gerechnet. Durch Tabakkonsum sterben in der EU schätzungsweise 700.000 Menschen pro Jahr.

Kommentare (2)

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leo

08.10.2013, 13:31 Uhr

2016. Beruhigend. Bis dahin ist Altbundeskanzler Schmidt 98 Jahre alt.
Die anderen können sich dann über die Bilder totlachen, wenn sie bis dahin Lebensmittzusatzstoffe, Pferdefleisch, Aluminium im Deo und Phtalate in den mit Plastik eingeschweißten Biogemüse gesund überstanden haben.
Was für eine Heuchelei!

trobarie

08.10.2013, 16:11 Uhr

Die sinnlose Bevormundung aus Brüssel geht weiter, während wichtige Themen übersehen werden (Flüchtlinge in Südeuropa). Was sind das in Brüssel für Marionetten? Der ganze unnütze Haufen sollte aufgelöst werden. Europa braucht ihn nicht. Wir brauchen selbständige Länder, die friedlich zum gegenseitigen Nutzen zusammenarbeiten, mit eigenen felxiblen Währungen. Darum wird es zur Pflicht bei den Europawahlen die AfD zu wählen! Sie muss stark werden. Dem Brüsseler Irrsinn muss der Garaus gemacht werden.

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