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01.04.2015

19:13 Uhr

Stromversorgung

EU-Kommission nimmt Kapazitätsmarkt ins Visier

Kraftwerks-Betreiber werden am Kapazitätsmarkt dafür honoriert, die Versorgungssicherheit zu garantieren. Mehrkosten trägt der Verbraucher. EU-Kommission will Verfahren einzelner Länder auf illegale Beihilfen abklopfen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel haben sich gegen einen Kapazitätsmarkt in Deutschland ausgesprochen, obwohl ihn Energieversorger und Stadtwerke fordern. dpa

Kohle-Kraftwerke

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel haben sich gegen einen Kapazitätsmarkt in Deutschland ausgesprochen, obwohl ihn Energieversorger und Stadtwerke fordern.

BrüsselDie EU-Kommission will die Verfahren einzelner Mitgliedsländer zur langfristigen Sicherung der Stromversorgung auf etwaige illegale Beihilfen abklopfen. Eine solche eingehende Untersuchung sei eine Möglichkeit, sagte am Mittwoch Klaus-Dieter Borchardt, Direktor in der EU-Kommission für Energiefragen. Die Brüsseler Behörde arbeite an einem eigenen Entwurf zum Thema Kapazitätsmarkt. Einem weiteren Kommissionsmitarbeiter zufolge ist eine breitangelegte Überprüfung der Mechanismen geplant.

Vereinfacht dargestellt wird am Kapazitätsmarkt nicht mehr nur der Strom bezahlt, sondern unter staatlicher Mithilfe auch die Bereitschaft, die Kraftwerke betriebsbereit zu halten und die Versorgungssicherheit zu garantieren. Die zusätzlichen Kosten werden so auf alle Verbraucher umgelegt.

Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) haben sich bereits gegen einen Kapazitätsmarkt in Deutschland ausgesprochen, obwohl ihn Energieversorger und Stadtwerke fordern. In Großbritannien ist ein solches Instrument dagegen bereits vorhanden.

Von

rtr

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