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04.11.2013

13:59 Uhr

Studie

Britische Arbeitgeber kämpfen für EU-Verbleib

Seitdem bekannt ist, dass die Briten 2017 über den Verbleib in der EU abstimmen sollen, betont die Wirtschaft die Vorteile einer Mitgliedschaft. Eine neue Studie soll jedem Haushalt 3000 gute Gründe dafür aufzeigen.

Premier David Cameron bei der Konferenz des britischen Industrieverbands: Lob für den positiven Bericht des Arbeitgeberverbands. Reuters

Premier David Cameron bei der Konferenz des britischen Industrieverbands: Lob für den positiven Bericht des Arbeitgeberverbands.

LondonGroßbritanniens Arbeitgeberverband CBI hat sich für einen Verbleib des Landes in der EU stark gemacht. „Der gemeinsame Markt ist für unsere Zukunft unabdingbar“, erklärte Verbandschef John Cridland am Montag bei der Vorstellung einer Studie auf der CBI-Jahreskonferenz. Premierminister David Cameron, der die Briten in vier Jahren über einen EU-Ausstieg abstimmen lassen will, lobte den „sehr positiven Bericht“ der Arbeitgeber.

Cridland sagte, jedem britischen Haushalt bringe die EU-Mitgliedschaft jährlich 3000 Pfund (3500 Euro) ein. „Für uns ist es besser in einer reformierten EU zu sein, als außen vor zu stehen und keinen Einfluss zu haben.“ Gleichzeitig forderte der Arbeitgeberpräsident eine Reform der EU. Um Europas Wirtschaftswachstum anzukurbeln und mehr Jobs zu schaffen, müsse sie sich „mehr öffnen und wettbewerbsfähiger werden“.

Der CBI (Confederation of British Industry) ist der größte Arbeitgeberverband Großbritanniens, er vertritt rund 240.000 Unternehmen. In einer CBI-Umfrage sprachen sich 78 Prozent der Firmen für einen Verbleib in der EU aus, zehn Prozent befürworteten einen Austritt Großbritanniens.

Angesichts der weit verbreiteten EU-Skepsis in der Bevölkerung mahnte Cameron, die generelle Zustimmung für den Verbleib in der Gemeinschaft hänge am seidenen Faden. „Wir haben noch nicht klar genug argumentiert, warum die EU wichtig ist“, sagte er zu den CBI-Delegierten. Auch er forderte erneut „dringend notwendige Reformen“ in Brüssel. Die EU sei „zu teuer, zu unflexibel, nicht wettbewerbsfähig genug: sie muss sich ändern“.

Von

afp

Kommentare (3)

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Numismatiker

04.11.2013, 14:23 Uhr

Wenn GB den Weg aus der EU fände, würden viele in D endlich verstehen, daß es diesen Weg überhaupt gibt.

Account gelöscht!

04.11.2013, 17:02 Uhr

Das können sich die Briten aber nicht leisten.

Die Briten sollten aber auch mal ihr eigenes Tun und Handeln überdenken. Briten sind von Natur aus ein faules Völkchen, die ausserdem sehr egoistisch sind. Obgleich: Ein gesunder Egoismus würde den Deutschen manchmal helfen, ihre sauer verdiente Kohle nicht noch fauleren Völkern durch die Regierung in den Rachen zu werfen zu lassen ... siehe Italien, Griechenland, Portugal .....

Numismatiker

04.11.2013, 18:08 Uhr

@Recovery

Die von Ihnen genannten Völker sind nicht faul. Deren Regierungen sind nur unfähig, zumindest unfähiger als unsere Regierung(en).

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