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16.12.2014

13:17 Uhr

Studie zur Korruption

Länder verloren 2012 eine Billion Dollar

Illegale Geldflüsse sind gerade in Schwellenländern wie China oder Brasilien stark gestiegen. Durch Korruption, Geldwäsche und Handelsbetrug verloren sie und die Entwicklungsländer 2012 rund eine Billion Dollar.

Korruption ist vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern wie China immer noch ein großes Problem. 2012 entstand den Staatskassen laut einer Studie dadurch ein Schaden von rund eine Billion Dollar dpa

Korruption ist vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern wie China immer noch ein großes Problem. 2012 entstand den Staatskassen laut einer Studie dadurch ein Schaden von rund eine Billion Dollar

WashingtonEine Billion Dollar haben Schwellen- und Entwicklungsländer laut einer Studie im Jahr 2012 durch Korruption, Geldwäsche und Handelsbetrug verloren. Im Jahrzehnt bis 2012 sei das Volumen illegaler Geldflüsse jährlich um 9,4 Prozent und damit doppelt so schnell wie das Wirtschaftswachstum gestiegen, schrieb die Analystengruppe Global Financial Integrity (GFI) in Washington in einer am Dienstag veröffentlichten Studie.

Zwischen 2003 und 2012 seien dies insgesamt 6600 Milliarden Dollar gewesen. Davon entfielen 991,2 Milliarden Dollar allein auf das Jahr 2012. Diese Summe sei höher als die ausländischen Investitionen in diesen Ländern und die Entwicklungshilfe zusammen.

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Besonders betroffen seien Schwellenländer wie China, Brasilien, Indien und Russland gewesen, schrieb die GFI. Allein aus China seien in dem Zeitraum jährlich etwa 125 Milliarden Dollar illegales Geld ins Ausland verschoben worden. Unter den zehn Ländern mit den höchsten illegalen Finanzströmen waren der Studie zufolge aber auch mittelgroße Ökonomien wie Malaysia, Mexiko, Saudi-Arabien und Thailand.

Der Co-Autor der Studie, Joseph Spanjers, erklärte, die Länder hätten eine Billion Dollar verloren, die in Wirtschaft, Gesundheit, Bildung oder Infrastruktur hätte gesteckt werden können. Das Geld gehe vor allem durch falsche Abrechnungen bei Handelsgeschäften verloren.

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Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

16.12.2014, 15:04 Uhr

Deshalb sind die Steuern in Deutschland so hoch. Hr. Juncker wollte dies unbedingt mit Frau Merkel!

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