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01.02.2017

10:29 Uhr

Südafghanistan

USA verstärken Luftangriffe auf Taliban

Die USA fliegen serienweise Luftangriffe auf Taliban in Südafghanistan. Die US- und NATO-Streitkräfte sprechen von „15 Luftschlägen in 48 Stunden“. In der südafghanischen Provinz Helmand toben seit Langem schwere Kämpfe.

In der südafghanischen Provinz Helmand kommt es seit Monaten zu schweren Kämpfen mit radikalislamischen Taliban. AFP; Files; Francois Guillot

Afghanische Sicherheitskräfte in Helmand

In der südafghanischen Provinz Helmand kommt es seit Monaten zu schweren Kämpfen mit radikalislamischen Taliban.

KabulDie USA haben mit einer Serie von Luftangriffen auf radikalislamische Taliban in die schweren Kämpfe in der südafghanischen Provinz Helmand eingegriffen. Das sagte der Sprecher der US- und NATO-Streitkräfte in Afghanistan, Charles Cleveland, am Mittwoch. Er sprach von „etwa 15 Luftschlägen in 48 Stunden“.

Helmand ist seit Monaten ein Hauptziel der Taliban in ihrem Kampf um mehr Territorium in Afghanistan. Sie kontrollieren mittlerweile bis zu 80 Prozent der Provinz. Vor zwei Tagen hatten sie einen schweren Angriff auf das Zentrum des Bezirks Sangin begonnen. Unter anderem hatten sie unter einem Armeeposten einen Tunnel gegraben und dort eine Bombe gezündet. Ein Sprecher des 215. Korps, Mohammed Rassul Sasai, sprach von bis zu acht weiteren Selbstmordanschlägen.

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Terroristen der Taliban haben in der umkämpften südafghanischen Provinz Helmand ein Bezirkszentrum gestürmt. Mehrere Menschen wurden getötet. Es ist hingegen unklar, ob die Talibankämpfer zurückgeschlagen wurden.

Sprecher von Gouverneur und Polizei, die dafür bekannt sind, die Sicherheitssituation herunterzuspielen, sagten, in den Anschlägen und Kämpfen seien bis zu drei Soldaten und Polizisten ums Leben gekommen. Ein Stammesältester aus Sangin, der namentlich nicht genannt werden wollte, sprach dagegen von rund 64 Toten. Acht Männer seien gefangengenommen worden. Aber auch viele Taliban seien tot.

Der aktuelle Stand der Gefechte blieb unklar. US- und afghanische Streitkräfte sagen, die Taliban hätten zunächst viele Posten und wichtige Gebäude überrannt, seien aber zurückgeschlagen worden. Derzeit sei es ruhig. Dem Stammesältesten aus Sangin zufolge sind weiterhin Regierungsgebäude in der Hand der Taliban.

Von

dpa

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