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08.10.2011

15:06 Uhr

Südafrika-Besuch

Dalai Lama scherzt über Einreiseverbot

Nachdem der Dalai Lama Südafrika wegen eines Einreiseverbots nicht besuchen konnte, wandte er sich per Video an seinen Freund Desmond Tutu. In zehn Jahren werde er das Land erneut auf die Probe stellen, scherzte er.

Der Dalai Lama durfte Desmond Tutu nicht persönlich besuchen. dpa

Der Dalai Lama durfte Desmond Tutu nicht persönlich besuchen.

KapstadtNach der Verweigerung seiner Einreise nach Südafrika hat sich der Dalai Lama am Samstag per Video zum 80. Geburtstag des südafrikanischen Anti-Apartheid-Kämpfers Desmond Tutu zu Wort gemeldet. „Ich freue mich schon auf deinen 90. Geburtstag, vergiss nicht, mir dann eine Einladung zu schicken, dann können wir deine Regierung auf die Probe stellen“, scherzte das geistliche Oberhaupt der Tibeter in dem Chat mit seinem langjährigen Freund.

Der Dalai Lama war zum 80. Geburtstag des früheren anglikanischen Bischofs am Freitag eingeladen worden, hatte aber kein Visum für die Einreise erhalten. In der Vergangenheit hatte China andere Regierungen wiederholt davor gewarnt, den Dalai Lama zu empfangen und mit einer Verschlechterung der Beziehungen gedroht. Tutu hatte der südafrikanischen Regierung in dem Visumsstreit vorgeworfen, sie sei „schlimmer als die Apartheids-Regierung“.

In der südafrikanischen Westkap-Universität, wo der Dalai Lama eine Rede zum Geburtstag seines Freundes halten sollte, stand während des Videochats der beiden Friedensnobelpreisträger am Samstag symbolisch ein leerer Stuhl. Der Dalai Lama sagte in seiner Videobotschaft, dass „Scheinheiligkeit“ leider Teil des alltäglichen Lebens in dem „kommunistischen totalitären System“ Chinas geworden sei. Einige chinesische Beamte würden ihn als „Dämon“ beschreiben, sagte er und zeigte mit seinen Fingern zwei Hörner auf seinem Kopf.

Von

afp

Kommentare (1)

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poolliter

09.10.2011, 08:38 Uhr

China hat Angst vor einem alten Mann, der sich für Frieden, Dialog, Mitgefühl, Gewaltlosigkeit ..... einsetzt.
Diese Werte werden eine größere Zukunft haben, als die derzeitige chinesische Politik der Unterdrückung.
Armselig sind all die außerhalb Chinas, die sich von dieser Politik beeinflussen lassen.

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