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04.01.2005

09:44 Uhr

Südamerika

Rebellion in Peru offenbar beendet

Der Aufstand von 280 meuternden Soldaten im Südosten Perus ist offenbar beendet. Der Anführer der nationalisten Rebellen in Peru, Antauro Humala, ist nach Angaben aus Regierungskreisen in der Nacht festgenommen worden.

HB ANDAHUAYLAS. Der Major im Ruhestand hatte zuvor in einem Radiointerview angekündigt, sich ergeben zu wollen. In der Stadt Andahuaylas 400 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Lima hielten die Rebellen seit Samstag in einer Polizeistation Polizisten und Militärs fest. Mit der Aktion wollte Humala den Präsdidenten des Landes, Alejandro Toledo, zum Rücktritt zwingen, weil dieser korrupt sei. Auf den Straßen der Stadt waren wegen einer nächtlichen Ausgangssperre nur noch Militärs und Polizisten zu sehen. Die rebellierenden Soldaten hatten dort am Samstag eine Polizeistation gestürmt und hielten zuletzt 17 Polizisten und vier Militärs als Geiseln fest. Bei Schießereien wurden sechs Menschen getötet und zehn verletzt.

Die bereits für Montag geplante Übergabe der Waffen war im letzten Augenblick an neuen Forderungen Humalas gescheitert. Das Militär sei zu nahe an die Polizeistation herangerückt, sagte Humala und zog sich mit seinen Gefolgsleuten wieder in das Gebäude zurück. Die etwa 1 000 Polizisten und Militärs, die das Gebäude umstellt haben, begannen daraufhin, hunderte Anhänger Humalas aus dem Stadtzentrum zu vertreiben.

Eine offizielle Bestätigung der Festnahme Humalas lag zunächst nicht vor. Die Regierung wolle sie im Laufe des Tages bekannt geben, heiß es.

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