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27.03.2013

07:24 Uhr

Südchinesisches Meer

Chinas Marine schießt auf vietnamesische Fischerboote

Bei einer Marineübung demonstriert China militärische Stärke. Das Manöver verlief aber nicht reibungslos. Bei den Paracel-Inseln kam es zu einem Zwischenfall mit Fischern, die illegal in dem Gebiet auf der Jagd waren.

Es gibt jede Menge Territorialstreitigkeiten im Südchinesischen Meer. Reuters

Es gibt jede Menge Territorialstreitigkeiten im Südchinesischen Meer.

PekingChina demonstriert bei den umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer militärische Stärke: Bereits vergangenen Samstag fand bei den Spratly-Inseln eine Marineübung statt, zu der auch Landungsmanöver gehörten, wie jetzt bekannt wurde. Zudem bestätigte das Verteidigungsministerium in Peking einen Zwischenfall mit vietnamesischen Fischerbooten bei den Paracel-Inseln.

Bei beiden Inselgruppen gibt es große Öl- und Gasvorkommen. Territorialstreitigkeiten im Südchinesischen Meer gibt es zwischen China, den Philippinen, Malaysia, Taiwan und Brunei. Während des Manövers bei den Spratlys hätten Marineeinheiten auch den südlichsten von China beanspruchten Punkt, das winzige Eiland James Shoal, besucht, berichtete das chinesische Parteiorgan „Renmin Ribao“ am Mittwoch.

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Außerdem bestätigte China mittlerweile, dass eines seiner Kriegsschiffe vietnamesische Fischerboote in der Nähe der von beiden Ländern beanspruchten Paracel-Inseln beschossen hat. Allerdings habe es sich um Warnschüsse mit Leuchtgeschossen gehandelt, die entgegen vietnamesischer Angaben eines der Boote nicht getroffen hätten, teilte das Verteidigungsministerium. Die Vietnamessen hätten illegal in dem Gebiet gefischt und zuvor nicht auf andere Signale reagiert.

Vietnam hatte China zuvor den Beschuss eines vietnamesischen Fischerboots bei den Paracel-Inseln vorgeworfen. In einer der chinesischen Botschaft in Hanoi am Dienstag übergebenen offiziellen Beschwerde wurde der Zwischenfall vom 20. März als „sehr ernst“ bezeichnet und die Bestrafung der dafür Verantwortlichen gefordert. Zudem sollten die vietnamesischen Fischer, deren Boot beschädigt worden sei, entschädigt werden.

Von

ap

Kommentare (5)

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WissenWasKommt

27.03.2013, 09:15 Uhr

Im Schatten der Finanz- und Eurokrise, von Afghanistan, Irak und Mali braut sich im Südchinesischen Meer eine veritable heiße Krise zusammen. Der chinesische Koloss kommt in Bewegung und wälzt sich auf die Hoheitsgebiete der Anrainerstaaten zu. Für uns unwichtig? Hier entfaltet sich die chinesische Strategie der Hegemonie gegenüber seinen Nachbarn, die auch vor Waffengewalt nicht Halt macht. Heute Vietnam und die Philippinen, morgen Afrika und Sibirien, und was kommt dann? Aufwachen, Leute!

jaroslawtyka

27.03.2013, 09:38 Uhr

Bitte korrigieren Sie den Untertitel:"die illegal in dem Gebiet auf der Jagd waren.". Wenn Sie so schreiben, bedeutet dass die vietnamesischen Fischer tatsächlich illegal waren. Aber legal und illegal nach wessen Gesetz? Selbst hat kein Land auf dieser Erde anerkannt, dass Paracel-Insel China gehören. Paracel-Insel gehörten selbstverständlich Vietnam, die von China mit Gewalt entzogen wurden.

jaroslawtyka

27.03.2013, 09:45 Uhr

Bitte korrigieren Sie den Untertitel:"die illegal in dem Gebiet auf der Jagd waren.". Wenn Sie so schreiben, bedeutet dass die vietnamesischen Fischer tatsächlich illegal waren. Aber legal und illegal nach wessen Gesetz? Selbst hat kein Land auf dieser Erde anerkannt, dass Paracel-Insel China gehören. Paracel-Insel gehörten selbstverständlich Vietnam, die von China mit Gewalt entzogen wurden.

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