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24.11.2014

13:09 Uhr

Südchinesisches Meer

Fischer-Festnahmen entfachen Gebietsstreit neu

China beansprucht Gebiete im Südchinesischen Meer und liegt daher mit den Philippinen, Vietnam, Taiwan und Malaysia im Streit. Nachdem die Philippinen chinesische Fischer verurteilten, entfacht der Konflikt neu.

Die Regierung in Peking betrachtet einen Großteil des öl- und gasreichen Südchinesischen Meers als ihr Territorium. dpa

Die Regierung in Peking betrachtet einen Großteil des öl- und gasreichen Südchinesischen Meers als ihr Territorium.

Puerto PrincesaEin Fischereistreit zwischen China und den Philippinen heizt den seit Jahren schwelenden Konflikt um Hoheitsrechte im Südchinesischen Meer weiter an. Am Montag verurteilte ein philippinisches Gericht neun chinesische Fischer wegen Wilderei zu Geldstrafen von jeweils mehr als 100.000 Dollar.

Den Männern wird vorgeworfen, in philippinischen Gewässern Hunderte vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröten gefangen zu haben. China hat gegen die Festnahme der Fischer protestiert und erklärt, der Kutter sei in chinesischem Hoheitsgebiet aufgebracht worden.

Die Regierung in Peking betrachtet einen Großteil des öl- und gasreichen Südchinesischen Meers als ihr Territorium. Das stößt auf den Widerstand nicht nur der Philippinen, sondern auch anderer Anrainer wie Vietnam, Taiwan und Malaysia.

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Am Freitag hatte die auf Verteidigung spezialisierte Fachzeitschrift „IHS Jane's“ berichtet, China baue im Gebiet der Spratly-Inseln ein künstliches Eiland. Die neue Insel könnte nach Satellitenaufnahmen groß genug für eine Start- und Landebahn sein.

Im Bereich derselben Inselgruppe hatte die philippinische Polizei im Mai die nun verurteilten Fischer aufgebracht. Möglicherweise kommen sie dennoch in Kürze wieder frei: Wenn sie die Strafe nicht zahlen können, müssen sie für sechs Monate in Haft. Die haben sie aber bereits seit ihrer Festnahme verbüßt. Zwei minderjährige Besatzungsmitglieder sind bereits nach China abgeschoben worden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Teito Klein

24.11.2014, 15:56 Uhr

Fischereistreit im Südchinesischen Meer
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China bezeichnet natürlich alles als sein Hoheitsgebiet.
Bald auch den gesamten Pazifischen Ozean.

Da im Südchinesischen Meer hohe Öl- und Gasvorkommen vermutet werden, beansprucht China natürlich dieses Gebiet für sich.

Den Männern wird vorgeworfen, in philippinischen Gewässern Hunderte vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröten gefangen zu haben.

Hat das die Chinesen schon einmal interessiert?
Die landen dann in der Suppe.

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