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07.07.2012

11:26 Uhr

Südeuropa

Viele junge Techniker wollen auswandern

Spanien, Portugal und Griechenland droht ein Aderlass: Immer mehr gut ausgebildete Fachkräfte wollen ihre Heimat verlassen und nach Nordeuropa ziehen. Besonders beliebt ist Deutschland.

Facharbeiter sehen derzeit in ihrer Heimat schlechte Chancen; viele wollen nach Nordeuropa. dpa

Facharbeiter sehen derzeit in ihrer Heimat schlechte Chancen; viele wollen nach Nordeuropa.

Frankfurt/MainIn Griechenland erwägt mehr als jeder zweite Absolvent eines technischen Studiengangs, sein Land zu verlassen. Das geht aus der Absolventenbefragung des Berliner Trendence-Instituts hervor, über die die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstag) berichtet. In Spanien und Portugal hegen demnach jeweils mehr als 40 Prozent und in Italien 37 Prozent der Technik-Absolventen Auswanderungspläne.

Das Trendence-Institut hatte den Angaben zufolge mehr als 340 000 Absolventen ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge an rund 950 Hochschulen in Europa befragt. Die beliebtesten Auswanderungsziele unter den Jungakademikern sind Großbritannien, Deutschland und die Schweiz.

In den Krisenstaaten der EU grassieren laut Umfrage große Zukunftsängste: Mehr als 94 Prozent der griechischen Wirtschafts- und knapp 98 Prozent der Technikabsolventen gaben an, ihre berufliche Zukunft bereite ihnen Sorge. Unter jungen Spaniern sind es 86 Prozent. Der europäische Durchschnitt liegt bei weniger als 60 Prozent. Am unbeschwertesten sind die Norweger (23 Prozent).

Von

dpa

Kommentare (30)

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Account gelöscht!

07.07.2012, 12:42 Uhr

Ist doch schön.So muß man in Deutschland nicht weiter in Bildung investieren.Man kann die Einheimischen verblöden lassen und sich die Gebildeten aus dem Ausland holen.
Deren Kinder werden später natürlich auch den Weg der Verblödung gehen müssen.
Willkommen ind Deutschland!

cdeubner

07.07.2012, 13:22 Uhr

Es wurde Zeit, dass in der EU nicht nur das Kapital und die Waren zirkulieren, sondern auch die Arbeitskräfte, und zwar auch die gut ausgebildeten. Das ist in der Logik eines großen Marktes. Es ist übrigens auch das was eine alternde deutsche Gesellschaft brauchen kann.

Oelblase

07.07.2012, 13:52 Uhr

@Lefort

Schau dir mal die Einwanderer an!

Die meisten von denen können kein Deutsch, kennen die deutsche Kultur nicht und kommen hierher mit einem einzigen Ziel: Geld verdienen.

So weit, so gut. Das ist aber eine Einwanderung auf Zeit und nicht Erfolg versprechend, weil die unsere Sprache nicht kennen.

Ich finde es immer wieder erheiternd, wie unerfahrene "Chefs" (Teamleiter/Gruppenleiter) wegen dem Kostendruck z.B. Inder einstellen, um dann nach 6 Monaten festzustellen: Kommunikations- und Kulturproblem.
Sehen dann aber anschließend nicht ein, dass sie selbst soziale Analphabeten sind (die "Chefs" sind gemeint, nicht die Inder).


Das mag bei Italienern/Spaniern/Griechen usw. nicht so schwerwiegend sein. Die werden aber nicht zu den Löhnen arbeiten wollen, zu denen Inder arbeiten.


Um dieses Problem in seinem ganzen betriebs- und volkswirtschaftlichen Ausmaß zu verstehen, sollte man sich folgendes überlegen:

man geht nach Spanien arbeiten und spricht gar kein Spanisch und etwas Englisch. Für den Bau wird es reichen, aber im Dienstleistungsbereich wird es schwer. Entsprechend wird die Qualität der Dienstleistung sein und entsprechend werden sich die anderen im Team freuen, mit jemand zu arbeiten, der sie nicht wirklich versteht.


Dann: viel Spaß.


Ich möchte aber auch nichts schlecht reden. Gegen Spitzenforscher und Spitzen-Fachleute habe ich überhaupt nichts. Die sollen gerne zu uns kommen. Die werden aber auch anderswo eine sehr gut bezahlte Arbeit finden - z.B. in ihrem Heimatland.

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