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24.12.2016

11:02 Uhr

Südkorea

Sonderermittler vernimmt Freundin von Präsidentin

Choi Soon Sil, eine enge Freundin der gestürzten Präsidenten, wird unter anderem wegen Machtmissbrauch und Erpressung angeklagt. Sie soll die Ex-Präsidentin Südkoreas zu illegalen Machenschaften verführt haben.

Choi Soon Sil, eine enge Freundin der gestürzten Präsidenten Park, wird unter anderem wegen Machtmissbrauch, Betrug und Erpressung angeklagt. dpa

Umstrittene Freundin

Choi Soon Sil, eine enge Freundin der gestürzten Präsidenten Park, wird unter anderem wegen Machtmissbrauch, Betrug und Erpressung angeklagt.

SeoulDie langjährige Vertraute der suspendierten südkoreanischen Präsidentin Park Geun Hye ist von einem Sonderermittler vernommen worden. Die wegen Machtmissbrauchs, Erpressung und Betrug angeklagte Choi Soon Sil wurde am Samstag in Handschellen, Gefängniskleidung und Gesichtsmaske in das Büro von Sonderermittler Park Young Soo gebracht. Ihr würden Fragen zu einem breiten Themenspektrum gestellt, sagte ein Sprecher. Weitere Vernehmungen in den kommenden Wochen seien möglich.

Choi steht im Zentrum des Skandals, der zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Park geführt hat. Je nachdem wie sich die Untersuchung entwickle, könne auch die suspendierte Präsidentin befragt werden, sagte der Sprecher des Sonderermittlers, dessen Arbeit unabhängig vom Prozess gegen Choi läuft. Park selbst genießt Amtsimmunität vor Strafverfolgung.

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Choi soll ihre Vertrauensstellung bei Park genutzt haben, um Einfluss auf Regierungsentscheidungen zu nehmen, Firmen zu Millionenspenden an von ihr kontrollierte Stiftungen zu veranlassen und ein illegales Vermögen anzuhäufen. Der Prozess gegen sie begann am Montag.

Der Sonderermittler verhörte am Samstag auch den mit Choi angeklagten früheren Vize-Sportminister Kim Chong. Dieser soll Choi dabei geholfen haben, Geld von Samsung einzutreiben, der größten Unternehmensgruppe Südkoreas. Die Opposition hat auch für Heiligabend zu Protesten gegen Park aufgerufen. Demonstranten versammelten sich vor dem Präsidentenpalast, um für die endgültige Absetzung Parks zu demonstrieren. Doch auch Anhänger Parks planten eine Kundgebung. Über das politische Schicksal Parks entscheidet das Verfassungsgericht.

Von

ap

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