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23.01.2014

20:23 Uhr

Südsudan

Konfliktparteien wollen Waffen niederlegen

Die blutigen Kämpfe im Südsudan haben bis zu 100.000 Menschen das Leben gekostet. Jetzt haben die Konfliktparteien ein Waffenstillstandsabkommen unterschrieben – doch die Umsetzung wird schwierig.

Ein Flüchtlingscamp im Südsudan: Mindestens 400.000 Menschen flohen nach UN-Angaben vor den Kämpfen. dpa

Ein Flüchtlingscamp im Südsudan: Mindestens 400.000 Menschen flohen nach UN-Angaben vor den Kämpfen.

Addis AdebaEin Frieden im Krisenland Südsudan rückt näher: Die Konfliktparteien im Südsudan haben am Donnerstag in Addis Abeba ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Es soll den im Dezember ausgebrochenen Konflikt beenden, in dessen Verlauf bis zu 10.000 Menschen getötet wurden. Mindestens 400.000 Menschen flohen nach UN-Angaben vor den Kämpfen. Vor allem in den ölreichen Bundesstaaten Jonglei und Unity gab es heftige Kämpfe.

„Trotz der unterschriebenen Vereinbarung über die Einstellung der Feindseligkeiten geben wir uns nicht der Illusion hin, dass die Umsetzung einfach wird“, sagte Südsudans Regierungs-Unterhändler Nhial Deng.

Auslöser des Konflikts war ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und dessen im Juli 2013 entlassenen Stellvertreter Riek Machar. Die Gewalt in dem erst 2011 unabhängig gewordenen Staat hat auch ethnische Hintergründe.

Einer der zentralen Streitpunkte zwischen Regierung und Rebellen war das Schicksal von elf inhaftierten Politikern, die als Machar-Anhänger gelten. Sie waren im Dezember wegen eines angeblichen Putschversuchs verhaftet worden. Die Rebellen forderten ihre Freilassung als Voraussetzung für eine Waffenruhe. Auch die USA und die Europäische Union hatten die Freilassung der Männer verlangt. Bei der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens war zunächst unklar, ob die politischen Gefangenen frei kommen würden.

Von

dpa

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