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11.11.2011

09:47 Uhr

S&P, Fitch & Co

Wie die EU die Rating-Riesen zähmen will

Die US-Ratingagenturen sind nicht erst durch die jüngste Panne von S&P im Fall Frankreich ins Zwielicht geraten. Auch in der Krise zogen die Bonitäts-Wächter Kritik auf sich. Die EU will dem Treiben ein Ende machen.

EU-Kommissar Michel Barnier. dapd

EU-Kommissar Michel Barnier.

DüsseldorfStandard & Poor's, Moody's und Fitch - wenn diese Namen fallen, sieht mittlerweile ganz Europa rot. „Sie haben die Finanzkrise nicht kommen sehen. Und jetzt wirft ihr Verhalten in der Euro-Schuldenkrise erneut ernste Fragen auf“, wetterte EU-Kommissar Michel Barnier vor wenigen Monaten. Für den Franzosen ist klar, die Regulierung der Ratingagenturen muss verschärft werden. Kommende Woche will Barnier seine Vorschläge der Öffentlichkeit präsentieren. Doch die Marschrichtung ist jetzt schon klar.

Soviel ist sicher: Den Agenturen geht es ans Leder. Was von Barniers Plänen bekannt wurde, verheißt jedenfalls nichts Gutes. Es dürfte das Geschäftsmodell der Ratingagenturen bis ins Mark erschüttern.

Barniers Offensive zielt auf fünf Punkte:

Zu allererst soll die übermäßige Abhängigkeit der Investoren von Ratings vermindert werden. Diese sind oft durch eigene oder gesetzliche Vorgaben gezwungen, bestimmte Anlagen nach einer Bonitätsherabstufung zu verkaufen. Für Banken sind Ratings außerdem zentral für die Berechnung des Eigenkapitals, das sie als Gegenposten zu Kreditrisiken vorhalten müssen.

Kritisch sieht Barnier außerdem die gängige Praxis bei der Bewertung von Staaten - hier reichte die Diskussion bis zu dem Punkt, Ratings von Krisenstaaten auszusetzen.

Außerdem haben die Regulierer mögliche Interessenkonflikte im Blick, die sich aus der Eigentümerstruktur der Agenturen ergeben könnten.

Auch soll der Wettbewerb verbessert werden. Der Markt wird von den drei Anbietern Moody's , Standard & Poor's und Fitch beherrscht.

Zudem wird geprüft, ob die Agenturen bei grober Fahrlässigkeit künftig haftbar gemacht werden könnten.

Kommentare (5)

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sterbende_demokratie

11.11.2011, 10:41 Uhr

Tolle Idee!

Somit haben dann bald wieder alle Staaten in der EUDSSR ein AAA-Rating.

Ganz im Sinne vom sozialistischen Brüssel.

Peer-Bilderberger

11.11.2011, 11:58 Uhr

wei man sieht, es geht doch.

S&P will Geld sehen.
Und wie gerade in Frankreich passiert, helfen 10 Mrd €, dass wahre Wunder (war ja nur ein Irrtum) vollbracht werden.

die deppigen amis versuchten es mit Drohungen. Aber seit wann droht ne ameinse einem Elefanten. aber wenn die ameise ein paar Mrd. € auf den Tisch legt, sieht es schon anders aus.

Account gelöscht!

11.11.2011, 15:05 Uhr

Ja klar. Der Dreckhaufen Brüssel muß schließlich erhalten bleiben und unter sich bleiben.
Und wr ist dieser komische Kommmissionspräösident Barnier?
haben wir den gewählt?
Ich kann mich nicht erinnerm
Aber macht ja nichts, im Sozialismus/Kommunisms wird nicht gewählt

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