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10.02.2014

12:02 Uhr

Sushil Koirala

Nepal hat einen neuen Regierungschef

Nach einer monatelangen politischen Blockade ist in Nepal ein neuer Ministerpräsident bestimmt worden – drei Monate nach der Wahl. Sushil Koirala heißt der Mann, der Nepal aus der Krise führen soll.

Sushil Koirala - ein Polit-Veteran, der einst wegen der Entführung eines Flugzeuges in Indien im Gefängnis saß - hatte sich am Wochenende die Unterstützung der Vereinten Marxistisch-Leninistischen Partei gesichert. Reuters

Sushil Koirala - ein Polit-Veteran, der einst wegen der Entführung eines Flugzeuges in Indien im Gefängnis saß - hatte sich am Wochenende die Unterstützung der Vereinten Marxistisch-Leninistischen Partei gesichert.

KathmanduDrei Monate nach der Wahl ist in Nepal ein neuer Ministerpräsident bestimmt worden. Der 75-jährige Sushil Koirala von der Partei Nepalesischer Kongress erhielt am Montag im Parlament 405 von 553 Stimmen, wie Parlamentspräsident Surya Bahadur Thapa mitteilte. Damit scheint der Weg frei zur Bildung einer Koalitionsregierung, die die monatelange politische Blockade in der Himalaya-Nation überwinden soll.

Koirala - ein Polit-Veteran, der einst wegen der Entführung eines Flugzeuges in Indien im Gefängnis saß - hatte sich am Wochenende die Unterstützung der Vereinten Marxistisch-Leninistischen Partei gesichert. Sie soll dafür an der Regierung beteiligt werden. „Die neue Regierung wird sich dafür einsetzen, in einem Jahr den Entwurf einer neuen Verfassung zu erarbeiten“, sagte Koirala nach der Wahl und benannte damit eine seiner größten Herausforderungen.

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In Nepal ist 2006 ein blutiger Bürgerkrieg zu Ende gegangen, doch der Weg zu Versöhnung und Stabilität ist noch weit. 2008 fanden die ersten Wahlen nach dem Krieg statt, fünf Ministerpräsidenten wurden seitdem verschlissen. Es gab zahlreiche Phasen ohne Regierungschef, und das Parlament ist wegen zahlreicher Grabenkämpfe immer wieder blockiert.

Im Mai 2012 war das bis dahin von den Maoisten dominierte Parlament schließlich ganz auseinandergebrochen. Grund war der Streit über eine Verfassungsreform. Bei der Wahl im vergangenen November erlitten die Maoisten eine demütigende Niederlage, sie eroberten nur noch 80 Sitze und landeten auf Platz drei.

Von

afp

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