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22.10.2012

19:44 Uhr

Swing-State

Floridas Rentner bahnen Weg ins Weiße Haus

VonNils Rüdel

Wer bei der Präsidentschaftswahl siegt, könnte sich in Florida entscheiden. Vor dem dritten TV-Duell in Boca Raton drehen Obama und Romney daher den Wahlkampf noch einmal richtig auf. Ihr Ziel: Latinos und Senioren.

Aufsteller von US-Präsident Barack Obama und seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. AFP

Aufsteller von US-Präsident Barack Obama und seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney.

Boca RatonKeine Frage, Barack Obama ist ein Kümmerer. Er sitzt in einem Restaurant in Cocoa, Florida, und beruhigt sorgenvoll dreinblickende Senioren. „Wer hart arbeitet“ sagt der US-Präsident, „muss mit Würde in den Ruhestand gehen können“. Seine Regierung werde niemals den Rentnern etwas wegnehmen, verspricht Obama. Gegner Mitt Romney dagegen wolle den aktuellen und künftigen Senioren an den Kragen.

„Guten Tag, Orlando”, heißt das Video des Demokratischen Wahlkampfteams, das derzeit in Floridas Fernsehprogrammen läuft. Republikaner schalten ähnliche Spots, nur behaupten diese freilich umgekehrt, das Obama den Rentnern etwas wegnehmen wolle.

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Im Südosten der USA tobt derzeit eine beispiellose Schlacht um die Wähler, und die Kandidaten werfen alles hinein, was sie haben: Romney und sein Vize-Kandidat Paul Ryan, Vizepräsident Joe Biden, auch Michelle Obama und Ann Romney traten am Wochenende quer durch Florida auf.

Am heutigen Montag steht der Staat mit seinen knapp 19 Millionen Einwohnern einmal mehr im Mittelpunkt, wenn Obama und Romney in Boca Raton zum dritten und letzten TV-Duell aufeinandertreffen. Florida gehört neben Ohio, Virginia und Colorado zu den am meisten umkämpften „Swing States“: Nachdem Obama lange vorn gelegen hatte, führt nun Romney im Schnitt mehrerer Umfragen mit 49 zu 47 Prozent. Ein Sieg hier kann nicht wichtig genug eingeschätzt werden: Ohne Florida dürfte es für die Kandidaten am 6. November nur schwer für den Gesamtsieg reichen.

„Florida könnte ein weiteres Mal die Wahl entscheiden“, sagt Susan Mac Manus, Politik-Professorin an der Universität von South Florida. Im Jahr 2000 gewann hier George W. Bush gegen Al Gore mit einer Mehrheit von 537 Stimmen – und wurde dadurch Präsident. Jeder Wähler zählt. Abgesehen hätten es die Kampagnen dabei „vor allem auf Frauen, Unabhängige und Hispanics abgesehen“, sagt die Expertin, die selbst in Florida aufgewachsen ist.

Kommentare (4)

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Roger13

22.10.2012, 22:35 Uhr

Die Medien in D bemühen sich derzeit um eine scheinbare objektive Berichterstattung.Zuvor waren sie völlig einseitig auf Obamas Seite.Nur diese negat.Presse gegeüber Romney führt dazu,dass 80% der Deutschen Obama bevorzugen würden.Es gilt dieses Meinungskartell zu brechen.Sie zerstören sonst die Demokratie.

Account gelöscht!

22.10.2012, 22:44 Uhr

Die Amerikaner sind verrückt.

Florida mit fast 19 Millionen Einwohnern ist etwas größer als Kasachstan und deutlich kleiner als Kamerun. Fast gleichauf mit Nordrhein-Westfalen, aber wirtschaftlich viel schwächer.

Das funny Land soll nun die US-Wahl entscheiden?

mon_y.burns@dynip.name

23.10.2012, 02:47 Uhr

money®


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