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10.09.2011

16:51 Uhr

Syrien

Arabische Liga erhöht Druck auf Präsidenten Assad

Die Arabische Liga drängt den syrischen Präsident Baschar al-Assad zu einem Kurswechsel und zum Ende des Blutvergießens. Die Übergriffe von Assads Truppen gehen unterdessen weiter - in Homs sterben fünf Menschen.

Soll nicht mehr gegen sein eigenes Volk vorgehen: Syriens Präsident Baschar al-Assad. Reuters

Soll nicht mehr gegen sein eigenes Volk vorgehen: Syriens Präsident Baschar al-Assad.

BeirutAngesichts der anhaltenden Gewalt gegen syrische Demonstranten drängt die Arabische Liga Präsident Baschar al-Assad verstärkt zu einem Kurswechsel. Der Chef der 22 Länder umfassenden Organisation, Nabil Elaraby, reiste am Samstag nach Syrien, um Assad zu Reformen und einem Ende des Blutvergießens zu bewegen. Zugleich meldeten Menschenrechtler erneut tödliche Übergriffe von Assads Truppen: Fünf Menschen starben demnach bei einer Razzia in der Protesthochburg Homs. Im Norden des Landes hätten zudem Sicherheitskräfte einen 45-Jährigen erschossen.

Elaraby hätte eigentlich schon am Mittwoch nach Damaskus reisen sollen. Doch der Besuch wurde arabischen Diplomaten zufolge auf Wunsch der syrischen Regierung verschoben - ein weiteres Zeichen dafür, dass sich Assad gegen Kritik von außen sperrt. Die staatliche syrischen Nachrichtenagentur Sana meldete nach der Unterredung am Samstag, Elaraby habe Assad mitgeteilt, dass die Arabische Liga „jede Form der ausländischen Einmischung in innere Angelegenheiten Syriens“ ablehne. Elaraby und Assad hätten sich auf konkrete Schritte verständigt, um die Reformen in Syrien voranzutreiben.

Die Außenminister der Arabischen Liga hatten Assad vor zwei Wochen aufgefordert, die Gewalt zu beenden. Assad müsse zur Vernunft kommen, bevor es zu spät sei, verlangte die in der ägyptischen Hauptstadt Kairo ansässige Organisation. Sie steht unter dem Druck, sich deutlicher zu den Aufständen zu äußern. Der sogenannte „Arabische Frühling“ hat zum Sturz der Präsidenten Ägyptens und Tunesiens geführt und in Libyen den langjährigen Herrscher Muammar Gaddafi von der Macht vertrieben.

Kommentare (1)

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Pendler

10.09.2011, 17:15 Uhr

Ist doch nur ne Frage der Zeit
bis Giechenland gefallen ist
oder auch Syrien

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