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04.05.2014

19:45 Uhr

Syrien

Assad fordert mehr internationale Hilfe für Opfer

Der syrische Präsident Assad fordert ein stärkeres Engagement von internationalen Hilfsorganisationen in seinem Land. Doch die Uno wirft ihm vor, Hilfslieferungen mit „bürokratischem Widerstand“ selbst zu blockieren.

Assad will bei der syrischen Präsidentenwahl im Juni erneut kandidieren. ap

Assad will bei der syrischen Präsidentenwahl im Juni erneut kandidieren.

Beirut/RiadDer syrische Präsident Baschar al-Assad hat internationale Hilfsorganisationen zu einem größeren Einsatz für die Flüchtlinge in dem Bürgerkriegsland aufgerufen. Es sei wichtig, dass die syrischen Behörden und die ausländischen Organisationen eng zusammenarbeiteten, um den betroffenen Menschen vor Ort zügig zu helfen, sagte Assad am Samstagabend der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge.

Dabei dürfe aber nicht die nationale Souveränität unterwandert werden. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warf dagegen Assad vor, Hilfslieferungen aus dem Ausland mit "bürokratischem Widerstand" zu verhindern.

Im syrischen Bürgerkrieg sind in den vergangenen drei Jahren schätzungsweise mehr als 150.000 Menschen getötet worden, mehr als drei Millionen Syrer sind auf der Flucht. Die Regierung in Damaskus hat die Kontrolle über weite Teile des Landes verloren, allen voran im Norden und Osten.

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Für die Präsidentenwahl im Bürgerkriegsland Syrien melden sich immer mehr Kandidaten an. Die meisten sind kaum bekannt. Die Opposition spricht von einer Farce, der Iran von einer Chance.

Dennoch gab Assad vor kurzem bekannt, dass er bei der für Juni angesetzten Präsidentenwahl erneut antreten wolle. Wegen der anhaltenden Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen ringen viele Syrer tagtäglich mit dem blanken Überleben.

UN-Generalsekretär Ban hatte Assad und den Rebellen erst im vergangenen Monat vorgeworfen, die Hilfsbemühungen der Staatengemeinschaft zu torpedieren. "Es ist ja nicht so, dass wir knapp mit Hilfsgütern wären", sagte Ban nun in einem Interview des Senders Al-Arabija mit Blick auf die jüngste Forderung Assads. Das Problem sei vielmehr die syrische Regierung selbst.

Assad habe in den vergangenen Monaten gezeigt, dass seinen Worten keine Taten folgten. Auch deshalb habe er sich entschieden, auf direkten Kontakt mit Assad zu verzichten, erklärte Ban. Ein Sondergesandter der Vereinten Nationen sei aber weiterhin im Gespräch mit der Regierung in Damaskus.

Kommentare (1)

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05.05.2014, 11:36 Uhr

Auch wenn es sich merkwürdig anhört, ist Assad Subjektiv wie ein Fels in der Brandung in Syrien. Alle anderen bekämpfen sich gegenseitig und die Kurden wollen einen eigenen Staat erzwingen. Was Erdogan zu der Überlegung bringt , wie man Syrien angreifen kann ohne Schuldig zu werden. Die Deutschen Politiker.. Erdogan hörig stellen ihn auch noch Raketen mit BW Soldaten hin. Wie in Syrien allerdings gewählt werden soll, ist spannend. Genauso wenig können die Menschen mit Hilfsgütern versorgt werden, weil keine neutralen Zonen in Syrien eingerichtet werden , die von der Weltgemeinschaft zusammen mit Russland massiv geschützt werden. Das auch Muslime mit Deutschen Pass an der tötung von Frauen und Kindern beteiligt sind ist zum kotzen. Am Ende fordern Grüne und SPD sicher das Verdienstkreuz erster Klasse für dieses Gesindel und sie werden bei Rückkehr ihre angesammelten Hartz IV Gelder abheben können.

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