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01.08.2012

13:38 Uhr

Syrien

Assad macht seinen Kämpfern Mut

Der untergetauchte syrische Präsident Baschar al-Assad hat am Mittwoch seine Soldaten auf den Schicksalskampf gegen die Rebellen eingeschworen. Diese sollen an Mitgliedern einer Miliz Hinrichtungen vorgenommen haben.

Die Kämpfe um die Millionenstadt Aleppo dauern an. Reuters

Die Kämpfe um die Millionenstadt Aleppo dauern an.

AleppoSyriens Präsident Baschar al-Assad hat den Kampf gegen die Rebellen zur Schicksalsfrage für sein Land ausgerufen. „Das Schicksal unseres Volkes und unserer Nation - in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - hängt von dieser Schlacht ab“, erklärte Assad am Mittwoch im Armee-Magazin. Darin pries er die Kampfbereitschaft seiner Soldaten gegen die Aufständischen, die er „kriminelle Terroristenbanden“ nannte.

Wo Assad sich aufhielt und wann er sich geäußert hat, war unklar. Zwei Wochen lang hat sich der Präsident nicht mehr in der Öffentlichkeit gezeigt - seit bei einem Anschlag in der Hauptstadt Damaskus vier seiner führenden Sicherheitskräfte getötet wurden.

Soldaten und Rebellen kämpfen erbittert um die Kontrolle über die Millionenstadt Aleppo im Norden. Im Internet tauchten Videos auf, die dort die Hinrichtung von Assad-Kämpfern durch Aufständische zeigen sollen.

„Mein Vertrauen in Euch ist groß“, sagte Assad an die Adresse der Soldaten anlässlich des Tages der Streitkräfte. „Auch das Vertrauen unseres Volkes ist groß, dass ihr die Verteidiger seiner gerechten Sache seid.“ Die Soldaten hätten durch ihren Kampf gegen die Terroristenbanden bewiesen, dass sie die Anwälte der Werte des Volkes seien, sagte der Präsident im Armee-Magazin einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge.

In Aleppo, das zum wichtigsten Schauplatz des seit 17 Monaten währenden Kampfes wurde, nahmen Aufständische drei Polizeiwachen ein. Am Mittwochmorgen waren laute Explosionen zu hören. Aus Hubschraubern feuerten Soldaten auf die Aufständischen.

Die Armee versuchte, die Rebellen zurückzudrängen. Diese kontrollieren nach eigenen Angaben einen weiten Bogen, der Viertel im Osten und Südwesten der Wirtschaftsmetropole umfasst. In den vergangenen Tagen konzentrierten sich die Gefechte auf den südwestlichen Stadtteil Salaheddine.

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