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31.07.2011

13:46 Uhr

Syrien

Assad-Regime schickt Panzer gegen Aktivisten

Bei einem Angriff der syrischen Armee auf die Protesthochburg Hama soll es am Sonntag viele Tote gegeben haben.

Friedliche Demonstration gegen Syriens Regierung in der Stadt Hama Quelle: Reuters

Friedliche Demonstration gegen Syriens Regierung in der Stadt Hama

AmmanIm Osten Syriens gehen die Sicherheitskräfte nach Angaben von Aktivisten mit Panzern gegen die Gegner von Präsident Baschar al-Assad vor. Bei einem Angriff der syrischen Armee auf die Protesthochburg Hama im
Zentrum des Landes sollen am Sonntag nach Angaben von Aktivisten 95 Menschen getötet worden. Das gab der Präsident der nationalen Organisation für Menschenrechte, Ammar Kurabi, bekannt. Nach seinen Angaben wurden bei den Angriffen der syrischen Streitkräfte gegen die Protestbewegung in mehreren Städten des Landes am Sonntag mehr als 120 Menschen getötet.

Auch in der Stadt Deir al-Sor seien am Samstag mindestens fünf Zivilisten getötet worden, teilte die „Union zur Koordination der syrischen Revolution“ mit. Bewohner hätten sich zusammengeschlossen und Barrikaden errichtet, um ein Vordringen der Truppen in die Stadt zu verhindern. 57 Soldaten seien zu den Widerständlern übergelaufen.

Weitere Panzereinheiten seien auf den Weg nach Deir al-Sor. „Durch den Einsatz schwerer Waffen führen die Sicherheitskräfte Krieg gegen ihr eigenes Volk.“ Die staatliche Nachrichtenagentur Syriens meldete dagegen, bewaffnete Gruppen hätten Straßensperren errichtet, die Bürger terrorisiert und die Polizei angegriffen. Es sei zu einem Gefecht gekommen.

Die Polizei setze den bewaffneten Gruppen immer noch nach, deren Handeln von den Bewohnern Deir al-Sors abgelehnt werde. Bislang kam es während der seit Monaten anhaltenden Proteste gegen Assad nur vereinzelt dazu, dass Demonstranten zu Waffen griffen. Die Vorgänge in Deir al-Sor scheinen jedoch auf einen größer ausgerichteten bewaffneten Widerstand hinzudeuten. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich, da Syrien die meisten ausländischen Journalisten ausgewiesen hat.

Kommentare (1)

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ramadan

31.07.2011, 16:30 Uhr

Hier wird der Völkermord noch selbst gemacht. Die brauchen dazu keine Nato.

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