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25.07.2012

20:47 Uhr

Syrien

Ban Ki Moon fordert Ende des Gemetzels

In Damaskus und Aleppo scheint das syrische Militär wieder die Oberhand gegen die Rebellen zu gewinnen. Die Aufständischen wollen Aleppo befreien. Ein schnelles Ende des Bürgerkriegs ist nicht absehbar. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte ein Ende des Blutvergießens.

„Schiebt es nicht länger auf! Schließt Euch zusammen! Handelt!“, appellierte Ban Ki Moon am Mittwoch in einer Rede vor dem bosnischen Parlament in Sarajevo. dpa

„Schiebt es nicht länger auf! Schließt Euch zusammen! Handelt!“, appellierte Ban Ki Moon am Mittwoch in einer Rede vor dem bosnischen Parlament in Sarajevo.

Damaskus/IstanbulUN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, das Gemetzel in Syrien endlich zu stoppen. „Schiebt es nicht länger auf! Schließt Euch zusammen! Handelt!“, appellierte Ban am Mittwoch in einer Rede vor dem bosnischen Parlament in Sarajevo. Ein Schwerpunkt der Gefechte ist die Metropole Aleppo, deren Altstadt zum Weltkulturerbe gehört. Immer mehr Syrer fliehen vor der blutigen Gewalt und heftigen Gefechten. Allein in Jordanien soll ein Zeltlager für 130.000 Flüchtlinge entstehen.

Die internationale Gemeinschaft sei verpflichtet, schwere Verstöße gegen die Menschenrechte zu verhindern, sagte Ban. „Darum haben wir in Libyen und der Elfenbeinküste gehandelt. Heute wird die Welt durch Syrien herausgefordert“, sagte der UN-Chef.

Mindestens 2000 syrische Soldaten wurden Rebellenangaben zufolge nach Aleppo in Marsch gesetzt. „Die Schlacht (um Aleppo) wird entscheidend sein und die Rebellen sind bereit dafür“, sagte Abu Omar al Halabi, ein Kommandeur der oppositionellen Freien Syrischen Armee in Aleppo. Nach Angaben von Aktivisten sollen sich Rebellen aus dem ganzen Land auf den Weg gemacht haben, um für die „Befreiung Aleppos“ zu kämpfen, wie es heißt.

Wegen der eskalierenden Gewalt schloss die Türkei weitgehend ihre Grenze zu Syrien für den Personen- und Güterverkehr. Für Flüchtlinge seien die Grenzen aber nach wie vor offen. Allein am Dienstag kamen bei Kämpfen und Razzien der syrischen Regierungstruppen landesweit mehr als 160 Menschen ums Leben, teilten die syrischen Menschenrechtsbeobachter in London mit. Auch am Mittwoch soll es mehr als 100 Tote gegeben haben.

In den Nachbarländern steigt die Zahl der syrischen Flüchtlinge. Mehr als 120.000 sind laut UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Jordanien, im Libanon, in der Türkei und im Irak registriert. Zusätzlich gebe es eine große Dunkelziffer.

Kommentare (3)

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Thomas-Melber-Stuttgart

25.07.2012, 21:07 Uhr

Der vom Ausland angeschobene und unterstützte Aufstand wäre schnell zu Ende wenn diese "interessierten Kreise" dies wollten.

zarakthuul

25.07.2012, 21:14 Uhr

Die "Rebellen" wollen Aleppo erobern, nicht befreien! Welche Freiheit wollen Die denn bringen? Scharia und Gottesstaat? Die Christen in Syrien werden, nach einer Machtübernahme dieser "Rebellen", das Land verlassen müssen oder sterben.

Account gelöscht!

25.07.2012, 21:28 Uhr

Die Operation "Liybien II" ist anscheinend gescheitert. Ich wüsste gerne welche Strategie jetzt verfolgt wird, um der "Achse des Bösen" ein weiteres Rad zu zerstören.

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