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20.08.2014

16:09 Uhr

Syrien

Das Leiden nimmt kein Ende

Am 21. August 2013 wurden Orte im Umland von Damaskus mit Giftgasbomben attackiert. Bislang ist nicht eindeutig geklärt welche Gruppen dafür verantwortlich zu machen sind. Die Überlebenden leiden bis heute unter den Folgen. Aber das damals strauchelnde Regime konnte seine Stellung festigen.

Ärzte behandeln die Opfer eines Giftgas-Einsatzes: Vor rund einem Jahr starben bei einem Angriff rund 1400 Syrer. dpa

Ärzte behandeln die Opfer eines Giftgas-Einsatzes: Vor rund einem Jahr starben bei einem Angriff rund 1400 Syrer.

DamaskusDas Grauen lässt Heba al-Sawan nicht mehr los. Die Lehrerin aus dem Ort Al-Moadamija am südwestlichen Stadtrand von Damaskus war mit ihrem jüngeren Bruder zu Besuch bei Verwandten. Morgens um vier Uhr hörte sie Raketenlärm, es war der 21. August 2013.

Tod und Zerstörung hatten die Menschen in Al-Moadamija seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs schon oft erlebt. Doch was an diesem Tag passierte, war schlimmer als alles zuvor: Die Bomben, die den von Rebellen kontrollierten Ort trafen, waren mit Giftgas gefüllt.

Al-Sawan erzählt von Familien, die fast komplett ausgelöscht worden. Sie sah Frauen und Kinder, die wegen der häufigen Angriffe in Kellern schliefen und dort starben. Einige Opfer hätten Schaum vor dem Mund gehabt, andere am ganzen Körper gezittert, sagt die 24-Jährige. Mittlerweile ist sie ins türkische Istanbul geflohen. Doch das Leben habe für sie seinen Sinn verloren, sagt sie.

Al-Moadamija war einer von mehreren Orten in der Ghuta-Ebene im Süden und Osten von Damaskus, die damals mit Giftgas angegriffen wurden. Rund 1400 Menschen starben, darunter viele Kinder. Videos im Internet zeigten schreckliche Bilder von den Toten und ihren verzweifelten Angehörigen. Regimegegner sprachen von einem Massaker.

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Rebellen und der Westen beschuldigten das Regime von Präsident Baschar al-Assad, für die Angriffe verantwortlich zu sein, was die Regierung in Damaskus zurückwies. Ein Ermittlungsteam der UN erklärte zwei Monate später, in Al-Moadamija und anderswo sei das Nervengas Sarin eingesetzt worden. Dafür gebe es „überzeugende Beweise“.

Auf internationalen Druck ist mittlerweile ein Großteil der syrischen Chemiewaffenbestände vernichtet worden. Rund 1300 Tonnen Chemikalien zur Produktion von Sarin und Senfgas ließ das Regime ins Ausland bringen, wo sie unter anderem auf dem US-Spezialschiff „Cape Ray“ im Mittelmeer zerstört wurden. Schwach giftige Reste sollen auch in einer Spezialanlage im niedersächsischen Munster beseitigt werden.

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Kommentare (2)

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Herr Wolfgang Prange

20.08.2014, 16:49 Uhr

Es mag Ihnen vielleicht entgangen sein aber laut Untersuchungen einer internationalen Expertenkommission wurde eine Verantwortung der Assad-Truppen für den Giftgas-Anschlag , auf den sie sich in Ihrem Text beziehen , ausgeschlossen !
Sie sollten doch bei den offiziell anerkannten Fakten bleiben und sich nicht zu Diffamierungen und Meinungsmache herablassen , wie es in jüngster Vergangenheit in vielen Medien leider zu üblicher Praxis
verkommen ist.

Herr Wolfgang Prange

20.08.2014, 17:47 Uhr

P.S. Offizieller Bericht in kurzen eigenen Worten zusammengefasst: Die aufgefundenen Träger-Rakete des Giftgas-Anschlags hatte eine max. Reichweite von 200km und ihr Reichweiten-Radius lag somit weit außerhalb der durch Assad-Trppen erreichbaren Territoriums.
Meiner persönlichen Meinung nach eine weitere Aktion unter "falscher Flagge". Wer sie durchgeführt hat und in wessen Interesse überlasse ich Ihrer Fantasie und Intelligenz.

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