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30.06.2013

16:01 Uhr

Syrien

Drei deutsche Nothelfer verschleppt

Drei deutsche Mitarbeiter der Hilfsorganisation Grünhelme sind in Syrien verschleppt worden. Die syrische Armee startete derweil eine Offensive in Homs, um die von Rebellen kontrollierten Viertel zurückzuerobern.

Die syrische Armee kontrolliert zwar inzwischen den Großteil von Homs, versucht aber seit mehr als einem Jahr vergeblich, auch die übrigen Viertel einzunehmen. dpa

Die syrische Armee kontrolliert zwar inzwischen den Großteil von Homs, versucht aber seit mehr als einem Jahr vergeblich, auch die übrigen Viertel einzunehmen.

BerlinDie Hilfsorganisation Grünhelme hat die Öffentlichkeit um Hilfe bei der Suche nach drei in Syrien entführten deutschen Mitarbeitern gebeten. Die Männer seien Mitte Mai in der Provinz Idlib verschleppt worden, doch da die Suche bisher erfolglos geblieben sei, wolle sie nun nicht mehr schweigen, erklärte die Organisation am Wochenende. Die syrische Armee startete derweil eine Offensive in Homs, um mehrere Viertel von den Rebellen zurückzuerobern.

Bei den Entführten handelt es sich den Angaben zufolge um einen Industriemechaniker, einen Bautechniker und einen 72-jährigen Ingenieur. Sie seien in der Nacht zum 15. Mai im Ort Harem verschleppt worden. Wochenlange Bemühungen um ihre Freilassung seien bislang erfolglos geblieben, erklärte die Organisation, die von Rupert Neudeck, dem Gründer des deutschen Not-Ärzte-Komitees Cap Anamur, gegründet wurde. Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte, ein Krisenstab arbeite intensiv an einer Lösung.

Unterdessen startete die syrische Armee in Homs eine Offensive. Mit heftigen Luft- und Artillerieangriffen versuchten die Truppen von Staatschef Baschar al-Assad, die Viertel Chaldije, Bab Hud, Hamidije und Bustan al-Diwan in der zentralsyrischen Stadt von den Aufständischen zurückzuerobern, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag. Bei Luftangriffen in der Altstadt wurden demnach am Sonntag mindestens eine Frau und zwei Kinder getötet.

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