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11.09.2014

14:46 Uhr

Syrien

Entführte UN-Soldaten sind wieder frei

Syrische Islamisten der Al-Nusra-Front hatten Ende August 45 Blauhelme aus Fidschi auf den Golanhöhen entführt. Nun sind die UN-Soldaten nach den Angaben der Aktivisten wieder frei gelassen worden.

45 Soldaten befreit

Entführte Blauhelme sind frei

45 Soldaten befreit: Entführte Blauhelme sind frei

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BeirutDie auf den Golanhöhen von syrischen Rebellen verschleppten Blauhelmsoldaten sind nach Angaben von Aktivisten wieder frei. Die 45 UN-Soldaten seien am Donnerstag freigelassen worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die UN-Soldaten aus Fidschi waren vor zwei Wochen auf der syrischen Seite der Golanhöhen von Rebellen der radikalislamischen Al-Nusra-Front verschleppt worden.

Die Al-Nusra-Front hatte die Freilassung in einem am Mittwochabend veröffentlichten Video angekündigt. Demnach waren der Entscheidung Beratungen mit religiösen Führern vorausgegangen. Die Islamisten hatten nach der Entführung am 28. August zunächst Bedingungen für die Freilassung der Geiseln gestellt, darunter ihre Streichung von der UN-Terrorliste. Die Al-Nusra-Front ist der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al Kaida.

Die einflussreichsten Rebellengruppen in Syrien

Islamische Front

Sie ist ein Zusammenschluss aus sechs großen islamistischen Gruppen. Die Islamische Front ist vermutlich die größte Rebellenallianz in Syrien und verfügt über 40.000 bis 50.000 Kämpfer. Ihre Mitglieder sind sunnitische Extremisten, die einen islamischen Staat in Syrien errichten wollen. Die Haltung der Islamischen Front gegenüber den Extremisten von IS ist ambivalent. Teile der Gruppe unterstützen aber den Kampf gegen sie.

Nusra-Front

In der einflussreichen Rebellengruppe sind sowohl syrische als auch ausländische Extremisten aktiv. Sie ist von Al-Kaida offiziell als Ableger in Syrien anerkannt. Die Nusra-Front hat als erste Gruppierung in Syrien Selbstmord- und Autobombenanschläge in Stadtgebieten verübt. Sie kämpft für einen islamischen Staat, hat zwischen 7000 und 8000 Anhänger und arbeitete bislang eng mit der Islamischen Front zusammen.

Islamischer Staat

Die Gruppe wurde von abtrünnigen Mitgliedern der Nusra-Front gebildet und vereinigte sich mit dem Al-Kaida-Ableger im Irak. Früher nannte sie sich Islamischer Staat im Irak und der Levante (Isil). Angeführt wird IS von Abu Bakr al-Baghdadi, der die Forderung der Al-Kaida ignorierte, den Schwerpunkt der Aktivitäten auf den Irak zu legen. Anfang des Jahres kappte Al-Kaida die Verbindungen zur IS, die als die militanteste Extremistengruppen in Syrien gilt.

Zunächst hatte die Gruppierung unter anderem wegen ihrer strikten Haltung gegen Plünderungen einen Großteil der syrischen Bevölkerung auf ihrer Seite. Dies änderte sich, als sie begann, Kritiker zu entführen und zu töten.

Derzeit kämpft IS an mehreren Fronten - gegen rivalisierende Rebellen in Syrien und gegen die Kurden im Nordirak. Die Gruppe soll über 6000 bis 7000 Kämpfer verfügen. Im Irak wird sie durch Zehntausende Kämpfer sunnitischer Stämme unterstützt, die von der Zentralregierung in Bagdad enttäuscht sind.

Syrische revolutionäre Front

Die Allianz aus weitgehend nicht ideologisch geprägten Rebellen-Einheiten formierte sich im Dezember. Das Rückgrat der Gruppe bildet die Syrische Märtyrer-Brigade, eine einst einflussreiche Gruppe aus der nördlichen Provinz Idlib unter Führung von Dschamal Maruf. Ihm war von rivalisierenden Rebellengruppen vorgeworfen worden, für den Aufstand bestimmtes Geld in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Die Anhänger der revolutionären Front sind weitgehend moderate Islamisten. Finanziell unterstützt wird die Gruppe vermutlich von Golfstaaten wie Saudi-Arabien.


Mudschaheddin-Armee

Sie bildete sich zu Jahresbeginn aus acht syrischen Gruppen und startete eine Offensive gegen die Extremisten von IS. Die Allianz ist moderat islamistisch und hat nach eigenen Angaben rund 5000 Mitglieder.


Höchstes Militärkommando

Es handelt sich um eine moderate, nicht ideologische Gruppe. Sie wird von westlichen Ländern wie den USA unterstützt. Auch die Türkei und die arabischen Golfstaaten stehen auf ihrer Seite. Sie hat niemals den Eindruck ausräumen können, dass ihre Führung aus dem Ausland kommt.

Die Soldaten aus Fidschi sind Teil der UN-Beobachtermission Undof. Die Undof überwacht seit 1974 den Waffenstillstand und die Pufferzone auf den Golan-Höhen, einem offiziell zu Syrien gehörenden Höhenzug, der 1967 zu zwei Dritteln von Israel besetzt wurde.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

11.09.2014, 17:29 Uhr

Wieviel hat Deutschland zur Unterstützung des Islams gezahlt???

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