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17.04.2012

21:49 Uhr

Syrien

Frankreich will Druck auf Assad erhöhen

Angesichts der anhaltenden Kämpfe in Syrien will Frankreich den Druck auf Assad erhöhen. In einer Erklärung wurde zudem der Verkauf von Waffen an Damaskus kritisiert. Der Vorwurf gilt vor allem Russland.

Ein Demonstrant hält ein Bild von Assad in der Hand. Frankreich will den Druck auf den syrischen Präsidenten erhöhen. Reuters

Ein Demonstrant hält ein Bild von Assad in der Hand. Frankreich will den Druck auf den syrischen Präsidenten erhöhen.

Paris/DamaskusDie französische Regierung hat am Dienstag neue Initiativen für eine Überwindung des Syrien-Konflikts gestartet. Außenminister Alain Juppé will für Donnerstag kurzfristig Amtskollegen aus zahlreichen Ländern für eine Konferenz über die aktuelle Lage nach Paris laden. Vertreter von rund fünfzig Ländern kritisierten unterdessen bei einem Treffen in der französischen Hauptstadt den Verkauf von Waffen an die syrische Regierung.

Mit dem Treffen am Donnerstag in Paris will die französische Regierung den Druck auf die syrische Führung unter Präsident Baschar al-Assad verstärken. Ein Mitarbeiter der französischen Regierung sagte, es gebe noch keine Gästeliste, aber Juppé hoffe auf die Teilnahme von rund zwölf Ministern.

In einer gemeinsamen Erklärung drückten die Teilnehmer der internationalen Sanktions-Arbeitsgruppe am Dienstag ihre „deutliche Missbilligung“ darüber aus, dass weiter Waffen an die Regierung Assads verkauft werden. Die Erklärung zielte insbesondere auf Russland, ohne dass das Land beim Namen genannt wurde. Geschäftsleute, die mit der Assad-Führung zusammenarbeiteten, sollten ihre Verbindungen abbrechen, forderten die Teilnehmer.

Kommentare (4)

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MoisheLevinsohn

17.04.2012, 22:02 Uhr

Kritisiert die ehemalige Kolonialmacht Frankreich auch die Waffenlieferungen an die Terroristen der "Freien Syrischen Armee"?

Was würde Frankreich tun, wenn korsische Separtisten französische Polizisten und Soldaten angriffen? Oder wenn sich in den Vororten der französische Großstädte arabische Jugendliche bewaffnen und "befreite Zonen" ausrufen würden? Und nach ausländischer Hilfe riefen?

Frankreich sind die Menschenrechte egal, sonst hätte es nicht lange Zeit Ben Ali in Tunesien unterstützt. Wenn es Frankreich um Menschenrecht ginge, würde es Bahrein oder Saudi-Arabien genauso angehen wie Syrien.

Thomas-Melber-Stuttgart

17.04.2012, 22:29 Uhr

Übrigens, der 17. April ist in Syrien Nationalfeiertag - Unabhängigkeitstag, Id al-Dschalaa, als Tag des Abzugs der französischen Kolonialmacht 1946.

Honi soit qui mal y pense.

Rainer_J

17.04.2012, 22:42 Uhr

Sollen doch die Frösche wegen der lächerlichen Lügen der EUdSSR ihren atombetriebenen Flugzeugträger hinschicken und alle Syrier töten. Wenn es denen Spaß macht, dann bitte - laßt kein Baby übrig - wir spielen so lange Unschuld wie Pilatus.

Aber bitte nicht danach Deutschland über dem ESM die Rechnung für das Töten vorlegen.

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