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16.09.2012

14:54 Uhr

Syrien

Iran bestätigt Einsatz von Revolutionsgarden

Die Regierung in Teheran bestätigt, dass sich iranische Revolutionsgarden in Syrien aufhalten. Der Iran will Syrien im Falle eines Angriffs militärisch beistehen. Die syrische Armee soll Giftgaswaffen getestet haben.

Revolutionsgarden im Iran. ap

Revolutionsgarden im Iran.

Hamburg, BeirutDie Revolutionsgarden des Iran sind nach eigenen Angaben mit Beratern in Syrien vor Ort. Es handle sich aber nicht militärische Unterstützung, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna am Sonntag den Kommandeur der Elitetruppe, Mohammed Ali Dschafari. Sollte Syrien jedoch militärisch angegriffen werden, würde der Iran dem Land auch militärisch beistehen. "Aber das hängt komplett von den Umständen ab." Es ist das erste Mal, dass ein hochrangiger Armeekommandeur eine militärische Präsenz des Iran in Syrien zugibt.

Die Islamische Republik ist einer der wenigen und zugleich wichtigsten Verbündeten von Präsident Baschar al-Assad, der seit eineinhalb Jahren einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen versucht. Der Westen und syrische Oppositionsgruppen haben dem Iran vorgeworfen, die syrische Armee mit Waffen und Expertise zu versorgen und militärisch im Land präsent zu sein. Der Iran hat dies zurückgewiesen. Regierungsvertreter räumten bislang lediglich ein, dass der Iran der Führung in Damaskus mit medizinischer und humanitärer Hilfe zur Seite stehe. Eine militärische Verwicklung wurde stets dementiert.

Dschafari sagte, dass die Revolutionsgarden finanzielle Unterstützung und die Spezialeinheit Kuds "intellektuelle und beratenden Hilfe" leisteten. "Aber dies stellt keine militärische Präsenz dar." Wie viele Kuds-Mitglieder in Syrien seien, sagte er nicht. Kuds ist eine Einheit der Revolutionsgarden, die unter anderem für die Verbreitung der Ideologie der iranischen Führung im Ausland zuständig ist. Sie steht im Verdacht, im Irak nach dem Sturz Saddam Husseins Drahtzieher mehrerer Anschläge gewesen zu sein.

Der Iran betrachtet Syrien als einen der wichtigsten Partner im Widerstand gegen Israel und arabische Länder unter sunnitischer Führung.

Kommentare (21)

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16.09.2012, 10:59 Uhr

Dem Bericht zufolge sollen zu den Tests iranische Offiziere per Hubschrauber eingeflogen worden sein.
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Dann dürfte der Zweck dieser Veranstaltung klar sein ,nicht die Landesverteidigung ist der Schwerpunkt für die diese Waffen vorgehalten werden ......Die sollen für einen Angriff auf Israel dienen !

Account gelöscht!

16.09.2012, 11:02 Uhr

Salehi: „Islamisches Erwachen - wertvolle Gelegenheit für Palästina“
Teheran (IRIB) - Der iranische Außenminister bezeichnete das Islamische Erwachen in den Ländern der Region als eine wertvolle Gelegenheit für die Palästinenser.
Dem Presseamt des Außenministeriums zufolge wies der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi am heutigen Samstag beim Treffen mit dem ranghohen Verantwortungsträger der Bewegung des Islamischen Widerstandes in Palästina (Hamas) Mahmud al-Azhar in Teheran auf die Unterstützung für das palästinensische Ideal und die Verteidigung dieses Ideals hin und sagte: „Das Islamische Erwachen in den Ländern der Region ist eine wertvolle Chance und eine wertvolle Gelegenheit für die Palästinenser."
Salehi brachte seinen Optimismus bezüglich der positiven Auswirkungen der Entwicklungen in der Region zu Gunsten der Palästinenser zum Ausdruck, und fügte hinzu: „Durch die Bildung von Regierungen nach dem Wunsch und Willen der muslimischen Völker der Region wird die Aufmerksamkeit der Länder und Völker auf die Verteidigung und Unterstützung Palästinas bis zur Befreiung von El-Kuds ernsthafter als zuvor fortgesetzt.“
Mahmud al-Azhar, ranghohes Mitglied der Hamas, gratulierte seinerseits der iranischen Regierung zur erfolgreichen Veranstaltung des 16. NAM-Gipfels in Teheran und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Blockfreien Länder (NAM) während der iranischen Präsidentschaft und durch Zusammenarbeit aller Mitgliedsländer dieser Bewegung, diese aktiver und stärker als zuvor die Rechte des palästinensischen Volkes in den internationalen Gremien unterstützen.
Mahmud al-Azhar hält sich zu Gesprächen mit den Verantwortlichen der IR Iran in Teheran auf.

Observer

16.09.2012, 11:07 Uhr

"soll" Nachrichten fallen bei mir unter Propaganda.

Schade, das sich das Handelsblatt dafür hergibt.

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