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08.10.2016

12:37 Uhr

Syrien

IS erobert weitere Gebiete zurück

Die syrischen Rebellen verlieren weiter an Boden. Sowohl Regierungstruppen als auch Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat eroberten mehrere Dörfer zurück, die die Rebellen zuvor eingenommen hatten.

Regierungstruppen und die Terrormiliz Islamischer Staat haben die Rebellen an mehreren Orten in Syrien zurückgedrängt. AP

Bürgerkrieg in Syrien

Regierungstruppen und die Terrormiliz Islamischer Staat haben die Rebellen an mehreren Orten in Syrien zurückgedrängt.

BeirutDie radikal-islamische IS-Miliz hat Beobachtern zufolge im Norden Syriens Boden gutgemacht und mehrere Ortschaften erobert. Sie habe nördlich von Aleppo an der Grenze zur Türkei Rebellenkämpfer zurückgedrängt, teilte die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit.

Die syrischen Rebellen, die von der Türkei mit Luftangriffen unterstützt werden, waren auf die IS-Hochburg Dabik vorgerückt. Das Dorf hat eine symbolische Bedeutung für den sogenannten Islamischen Staat (IS). Dessen Kämpfer hätten nun mehrere Dörfer in der Nähe von Dabik zurückerobert, teilte die Beobachtungsstelle mit.

Nach ihren Angaben nahmen zudem die syrischen Regierungstruppen und ihre Verbündeten in der westlichen Provinz Hama mehrere Städte und Dörfer ein. Die Rebellen, die dort in den vergangenen Wochen vorgerückt waren, seien wieder zurückgedrängt worden.

Wer kämpft gegen wen in Syrien?

Regime

Anhänger von Präsident Baschar al-Assad kontrollieren weiter die meisten großen Städte wie Damaskus, Homs, Teile Aleppos sowie den Küstenstreifen am Mittelmeer. Syriens Armee hat allerdings viele Soldaten verloren und wird vor allem durch russische Kampfjets, iranische Kämpfer und die Schiitenmiliz Hisbollah unterstützt. Auch Verbände aus Afghanistan und dem Irak sollen aufseiten des Regimes kämpfen.

Islamischer Staat (IS)

Die Terrormiliz hat in den vergangenen Monaten große Teile ihres Gebietes verloren, herrscht aber immer noch in vielen Städten entlang des Euphrats und in Zentralsyrien.

Rebellen

Unzählige Rebellengruppen kämpfen in Syrien - von moderaten Gruppen, die vom Westen unterstützt werden, bis zu radikalen Islamisten, wie der früheren Nusra-Front. Immer wieder gehen die verschiedenen Truppen zeitweise Zweckbündnisse ein.

Kurden

Kurdische Streitkräfte beherrschen mittlerweile den größten Teil der Grenze zur Türkei. Sie sind ein wichtiger Partner des Westens im Kampf gegen den IS. Sie kämpfen teilweise mit Rebellen zusammen, kooperieren aber auch mit dem Regime in Damaskus.

Die USA und der Westen

Washington führt den Kampf gegen den IS an der Spitze einer internationalen Koalition. Kampfjets fliegen täglich Angriffe. Beteiligt sind unter anderem Frankreich und Großbritannien. Deutschland stellt unter anderem sechs Tornados für Aufklärungsflüge.

Russland

Seit einem Jahr fliegt Russlands Luftwaffe Angriffe in Syrien und steht an der Seite von Machthaber Assad. Russland bekämpft offiziell den IS, greift aber den Angaben zufolge immer wieder auch moderate Rebellengruppen an, die Seite an Seite mit Dschihadisten kämpfen.

Iran

Teheran ist der treueste Unterstützer des Assad-Regimes. Nach Angaben Teherans sind Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden als militärische Berater der syrischen Armee im Einsatz.

Saudi-Arabien und die Türkei

Riad und Ankara sind wichtige Unterstützer von Rebellen. Sie fordern den Sturz Assads. Saudi-Arabien geht es darum, den iranischen Einfluss zurückzudrängen. Der Iran ist der saudische Erzrivale im Nahen Osten. Die Türkei will eine größere Selbstbestimmung der Kurden in Nordsyrien verhindern.

Dem Hisbollah-Sender Al Manar TV zufolge nahmen die für Präsident Baschar al-Assad kämpfenden Einheiten unter anderem al-Talisija, al-Kahira und Tel al-Ussud ein. Die schiitische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon unterstützt die syrischen Regierungstruppen. Assad erhält zudem Hilfe von Russland und vom Iran.

Von

rtr

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