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17.03.2017

11:22 Uhr

Syrien

Israelische Kampfjets fliegen Angriffe – und werden beschossen

Es ist der wohl schwerste Zwischenfall zwischen Israel und Damaskus seit Beginn des Bürgerkrieges vor sechs Jahren. Israels Luftwaffe beschießt Ziele in Syrien. Die syrische Luftabwehr will einen Jet abgeschossen haben.

Israelische Kampfjets haben in der Nacht zum Freitag mehrere Ziele in Syrien angegriffen (Archivfoto). AFP; Files; Francois Guillot

Rauch über Daraa

Israelische Kampfjets haben in der Nacht zum Freitag mehrere Ziele in Syrien angegriffen (Archivfoto).

Tel AvivIsraels Luftwaffe hat in der Nacht zum Freitag mehrere Ziele in Syrien angegriffen. Ein israelischer Militärsprecher wies zugleich Angaben aus Damaskus zurück, ein israelischer Jet sei bei dem Einsatz abgeschossen worden. „Die Sicherheit des Piloten und des Flugzeuges war nie gefährdet“, sagte er. Syriens Armee erklärte hingegen, die Luftabwehr habe einen von vier Jets abgeschossen, die in den syrischen Luftraum eingedrungen seien, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete.

Nach Einschätzung der israelischen Zeitung „Haaretz“ war es der schwerste Zwischenfall zwischen Syrien und Israel seit Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges vor sechs Jahren.

Der Agentur Sana zufolge griffen die Kampfflugzeuge Ziele im Osten der Privinz Homs an. Syrien und seine Verbündeten bekämpfen dort die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Sie konnten in der Region vor Kurzem die Oasenstadt Palmyra zurückerobern.

Israels Armee teilte weiter mit, als Reaktion auf den Angriff seien aus Syrien mehrere Raketen auf die israelischen Kampfjets abgefeuert worden. Eine Rakete sei von israelischen Verteidigungssystemen abgefangen worden.

Das israelische Radio berichtete, Anwohner in Jerusalem und seiner Umgebung hätten in der Nacht mindestens zwei gedämpfte Explosionen gehört. Diese hätten wie Explosionen beim Abfangen von Raketen durch Israels Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ („Eisenkuppel“) geklungen.

Israel hat immer wieder Ziele in dem Nachbarland beschossen, um nach eigenen Angaben Waffenlieferungen an die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah zu unterbinden.

Die israelische Armee äußert sich in der Regel nicht zu diesen Angriffen. Mitglieder der von Iran finanzierten Hisbollah kämpfen in Syriens Bürgerkrieg an der Seite der Regierungskräfte. Die Miliz betrachtet Israel als Erzfeind.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Herr Hans Henseler

17.03.2017, 11:32 Uhr


Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Hans Henseler

17.03.2017, 11:33 Uhr

Netanjahu glaubt, er kann sich alles erlauben. Syrien ist derzeit sehr geschwaecht.
Er soll es doch mal mit den Russen versuchen.

Herr Paul Kersey

17.03.2017, 11:41 Uhr

Warum soll Netanjahu es mit den Russen versuchen?
Israel bekämpft die Hisbollah und seine Unterstützer.

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