Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.06.2012

22:17 Uhr

Syrien

Kofi Annans Friedensplan droht zu scheitern

Trotz der festgelegten Waffenruhe verschärfen sich täglich die Kämpfe in Syrien. Angesichts der eskalierenden Gewalt droht Kofi Annans Friedensplan endgültig zu scheitern.

Ist „tief besorgt“ über die Lage in Syrien: Uno-Sonderbeauftragter Kofi Annan Reuters

Ist „tief besorgt“ über die Lage in Syrien: Uno-Sonderbeauftragter Kofi Annan

DamaskusDer Syrien-Sonderbeauftragte Kofi Annan hat erneut die Gewalt in Syrien angeprangert und seine Sorge vor einem erneuten Massaker durch die Regierungstruppen geäußert. Er sei „tief besorgt“ angesichts der Eskalation der Kämpfe, erklärte Annans Sprecher Ahmad Fausi am Montag. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von insgesamt 79 Toten bei Kämpfen in mehreren syrischen Städten und Regionen, darunter 49 Zivilisten.

Insbesondere sei Annan wegen Berichten über den Einsatz von Panzern, Mörsern und Hubschraubern in der Ortschaft Haffe in der Provinz Latakia in Sorge, erklärte Fausi. Die US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland schloss sich der Äußerung Annans an und äußerte ebenfalls ihre Sorge über die Lage in Haffe. Zugleich warnte sie, das Beispiel Bosniens zeige, dass die Verantwortlichen von Massakern im Nachhinein zur Rechenschaft gezogen werden könnten.

In mehreren Städten des Landes verschärften sich die Kämpfe nach Angaben der Beobachtungsstelle in den vergangenen Tagen. Die Armee bombardierte demnach weiter Rastan in der zentralsyrischen Provinz Homs. Sie versucht bereits seit Monaten, die Kontrolle über die Stadt zurückzugewinnen. Gekämpft wurde außerdem auch in der Provinz Idlib und in der Ortschaft Al-Aschara in der Provinz Deir Essor.

Die Uno-Beobachtermission erklärte, aus dem Viertel Chaldijeh in Homs seien Artilleriebeschuss und Maschinengewehrfeuer zu hören. Berichten zufolge seien zahlreiche Frauen und Kinder zwischen den Fronten eingeschlossen. Die Uno-Mission verhandele über die Evakuierung des Viertels. Die amtliche Nachrichtenagentur Sana meldete, bei einem Bombenanschlag auf eine Gas-Pipeline im Osten Syriens seien 400.000 Kubikmeter Gas ausgetreten.

Annans Friedensplan für Syrien steht vor dem Scheitern, weil sich Regierung und Opposition nicht an die darin festgelegte Waffenruhe halten. Die Zahl der Toten seit dem Beginn des Aufstands Mitte März 2011 gab die Beobachtungsstelle zuletzt mit mehr als 14.100 an. Eine schärfere Verurteilung Syriens im Uno-Sicherheitsrat scheiterte bislang am Widerstand Russlands und Chinas.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow reist am Mittwoch nach Teheran, um mit der iranischen Regierung über den Syrien-Konflikt zu reden. Der Iran ist der wichtigste Verbündete Syriens im Nahen Osten. Moskau will mit einer internationalen Konferenz unter Beteiligung Teherans und der fünf Uno-Vetomächte sowie der Arabischen Liga und der Nachbarländer Syriens den Annan-Plan retten, stößt mit der Initiative im Westen jedoch auf Skepsis.

Von

afp

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

b.anan@x.ip6.li

11.06.2012, 23:30 Uhr

[+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

Alleeinstein

12.06.2012, 00:06 Uhr

Der UN Friedensplan wurde bislang nur sehr einseitig umgesetzt. Russland und China müssen sich an der Beobachtermission beteiligen, damit sie wirklich neutral ist.
Zur Beobachtermission gibt es zur Zeit keine Alternative, da der politische Prozess noch Zeit benötigt. Die Rebellen sind noch zu zerstritten und es gibt keine einheitliche Führung.

3-zs-1795-08.gsta-olg-ffm

12.06.2012, 01:29 Uhr

GANZ WICHTIG! Die versuchen gezilet VErmögende zu BERUFSbetreuen um an die vermögen zu kommen.

http://www.swr.de/betrifft/betreut-betrogen-pflegedienst-fuersorge/-/id=98466/sdpgid=668363/nid=98466/did=7091628/li39bp/index.html

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×