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23.01.2014

09:30 Uhr

Syrien Konferenz

Brahimi will direkte Gespräche zwischen Regime und Opposition

Nach einem ernüchternden Auftakt hoffen die Unterhändler bei der Friedenskonferenz für Syrien in der Schweiz an Tag zwei darauf, die Konfliktparteien an einen Verhandlungstisch zu bringen. Die Stimmung ist angespannt.

Er will die Chancen ausloten, Vertreter der syrischen Regierung und der Opposition zumindest an einen Tisch zu bringen – zumindest für die Interessen der Zivilbevölkerung: Lakhdar Brahimi. dpa

Er will die Chancen ausloten, Vertreter der syrischen Regierung und der Opposition zumindest an einen Tisch zu bringen – zumindest für die Interessen der Zivilbevölkerung: Lakhdar Brahimi.

MontreuxBei der Friedenskonferenz für Syrien will der UN-Sondergesandte Lakhdar Brahimi die Bereitschaft für direkte Gespräche zwischen den Konfliktparteien ausloten. Dazu stehen am Donnerstag getrennte Treffen mit den beiden Seiten auf dem Programm. Sowohl Regierung als auch Opposition hätten Bereitschaft bei der Öffnung von Korridoren für humanitäre Hilfe und bei begrenzten Waffenruhen gezeigt, sagte Brahimi am Mittwoch.

Am ersten Tag der lange erwarteten Friedenskonferenz hatte sich keinerlei Annäherung zwischen Regierung und Opposition des Bürgerkriegslandes abgezeichnet. Die Delegation von Präsident Baschar al-Assad lehnte alle Forderungen nach dessen Rücktritt zugunsten einer Übergangsregierung ab.

Syrien-Friedenskonferenz hat begonnen

Video: Syrien-Friedenskonferenz hat begonnen

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„Wir haben keine sofortigen Durchbrüche erwartet“, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Ende des ersten Verhandlungstages in Montreux in der Schweiz. „Keiner hat die Schwierigkeiten unterschätzt.“

Wie aufgeladen die Stimmung im Konferenzraum war, zeigte sich an der Reaktion des syrischen Außenministers Walid al-Muallim, der seine Redezeit überschritt und das Mikrofon nicht abgeben wollte. „Sie leben in New York, ich lebe in Syrien“, fuhr er UN-Chef Ban an, der ihn auf das Zeitlimit hinwies. „Ich habe das Recht, hier die syrische Sicht darzulegen. Nach drei Jahren des Leidens ist das mein Recht“, polterte der Minister.

Von

ap

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