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10.02.2014

19:34 Uhr

Syrien-Konferenz in Genf

Zweite Runde bringt vorerst kaum Lichtblicke

Während in Homs humanitäre Hilfe nur unter widrigen Umständen erfolgt, laufen die aktuellen Verhandlungen der Syrien-Konfliktparteien in Genf schleppend. Hilfskorridore seien das Mindeste, so der deutsche Außenminister.

In Homs ist humanitäre Hilfe nur erschwert möglich, da sich Teile beider Konfliktparteien nicht an die Waffenruhe halten. Mitarbeiter des roten Halbmonds wurden am Wochenende angegriffen – dennoch soll ihr Einsatz weitergehen. ap

In Homs ist humanitäre Hilfe nur erschwert möglich, da sich Teile beider Konfliktparteien nicht an die Waffenruhe halten. Mitarbeiter des roten Halbmonds wurden am Wochenende angegriffen – dennoch soll ihr Einsatz weitergehen.

Genf/ BeirutDie zweite Syrien-Verhandlungsrunde in Genf ist am Montag nur schleppend in Gang gekommen. UN-Vermittler Lakhdar Brahimi kündigte in einem Schreiben an Regierung und Opposition an, mit den Bürgerkriegsparteien zunächst getrennt zu verhandeln, um die Atmosphäre zu verbessern. Die Vertreter von Staatschef Baschar al-Assad forderten, zuerst den Kampf gegen den Terrorismus auf die Tagesordnung zu setzen. Als Terroristen bezeichnet die Regierung die Rebellen. Die Opposition warf ihrerseits der Armee vor, vor allem in der Großstadt Aleppo immer mehr Fassbomben einzusetzen, die nicht zielgenau sind und große Zerstörungen anrichten. In Homs ging eine Hilfsaktion für Bewohner der belagerten Altstadt weiter. Die Kriegsparteien einigten sich darauf, eine Feuerpause um drei Tage zu verlängern.

Brahimi forderte die Teilnehmer des Genfer Treffens auf, die schwierigen Gespräche mit Mut und Ausdauer zu führen. Dem Schreiben zufolge sind die wichtigsten Themen, wie die Kämpfe beendet werden können und die Parteien über die Bildung einer Übergangsregierung sprechen können. Später soll es auch um die weitere Arbeit der syrischen Behörden und Versöhnung gehen. Nach der ersten Gesprächsrunde im Januar hatte Brahimi beklagt, es habe kaum Fortschritte gegeben, da sich die gegnerischen Seiten an Verfahrensfragen festgebissen hätten.

Das russische Außenministerium schlug nun Gespräche zwischen den Kriegsparteien und Vertretern von Russland, der USA und der UN vor. Möglich seien ein gemeinsames Treffen oder getrennte Verhandlungen mit Regierung und Opposition, berichtete die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf den stellvertretenden Außenminister Michail Bogdanow. Die UN erklärten, Brahimi werde am Freitag mit Diplomaten aus Russland und den USA sprechen.

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Bei der ersten Runde vor knapp drei Wochen ging es zunächst darum, Vertrauen aufzubauen. Manche Politiker werteten bereits die direkten Gespräche zwischen Regierung und Opposition als Erfolg. Das erste konkrete Ergebnis waren Hilfslieferungen für die hungernde Bevölkerung in der belagerten Altstadt von Homs. Unter russischer Vermittlung wurde dafür eine dreitägige Feuerpause vereinbart. Sie wurde aber am Wochenende gebrochen.

Dennoch ging die Aktion am Montag weiter. Nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond wurden 300 Menschen in Sicherheit gebracht. Damit stieg die Gesamtzahl auf 1.000. Nach UN-Angaben einigten sich beide Parteien, die Feuerpause um drei Tage zu verlängern.

Kommentare (2)

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pendler

10.02.2014, 20:33 Uhr

Schrecklich, was die von den USA/Israel bezahlten Terroristen dort angestellt haben.

KritischeStimme

11.02.2014, 21:09 Uhr

Nato hat die groesste humanitaere Katastrophe verursacht seit Weltkrieg 2.
9 Mio Opfer gibt es schon in Syrien+es geht noch immer weiter.Seit die Nato in Nov. 2010 veraendert wurde von einer defensiven in eine offensive Organisation,hat man Plaene wie Syrien entwickelt (aktive Friedenspolitik genannt von USexperten). Aufstaendische wurden finanziert,trainiert,bewaffnet.Das syrische Volk wurde von NSA ueber Internet sturmreif gemacht+es gab Zahlungen fuer syrische Waehler.Natolaender haben Special Forces+Geheimagenten in Syrien aktiviert zur Beratung+Informationsversorgung von Rebellen und zur Liquidation von syrischen Geheimagenten.Alle Aktionen wurden ueber die Nachbarlaender Tuerkei+Jordanien geleitet um die Natobeteiligung zu verheimlichen.In Natolaendern wurde die Presse informiert ueber einen Volksaufstand gegen den schrecklichen Diktator Assad,willige Journalisten wurden gekauft.In dieser Situation sind sehr extreme Islamisten aus vielen Laendern nach Syrien gereist wo die schlimmsten humanitaeren Verbrechen begangen werden.Aktivste NatoKriegsLaender;US,UK,FR,DE,NL.Israel war beteiligt aus Interesse zur Destabilisierung des Nachbarns.Hoechste Zeit alle 27 EU-NatoMinister zu entlassen+zur Reorganisierung dieser KriegsOrganisationsMaschine

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