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30.03.2012

19:02 Uhr

Syrien-Konflikt

Annans Vorstoß stößt auf taube Ohren

Der UN-Sondergesandte Kofi Annan ist mit seiner Forderung, die Waffen ruhen zu lassen, beim syrischen Regime um Machthaber Assad abgeblitzt. Derweil kam es bei Kämpfen in Syrien erneut zu mehreren Toten.

Kofi Annan appellierte an den guten Willen des Assad-Regimes - erfolglos. dpa

Kofi Annan appellierte an den guten Willen des Assad-Regimes - erfolglos.

BeirutInmitten neuer heftiger Gefechte in ganz Syrien hat der UN-Sondergesandte Kofi Annan die Regierung des Landes aufgefordert, als erste Konfliktpartei die Waffen niederzulegen. „Wir bitten die stärkere Partei um eine Geste des guten Willens“, sagte Annans Sprecher Ahmad Fawzi am Freitag in Genf. „Die Frist läuft jetzt aus.“ Doch ungeachtet des Aufrufs zur Waffenruhe kam es nach Angaben von Aktivisten in mehreren Teilen Syriens zu neuen Kämpfen zwischen Truppen des Regimes und Rebellen. Bei den Gefechten in einem Vorort von Damaskus, der nördlichen Provinz Idlib, der Unruheregion Homs und im Osten Syriens seien insgesamt 15 Menschen getötet worden, berichteten die Örtlichen Koordinationskomitees. Alleine in der Stadt Kurija in der östlichen Provinz Deir el Sur seien acht Personen ums Leben gekommen, als Sicherheitskräfte das Feuer auf Demonstranten eröffneten und es anschließend zu Schießereien mit den Rebellen gekommen sei.

Auch aus der Umgebung von Damaskus meldeten die Koordinationskomitees und das Syrische Observatorium für Menschenrechte, eine zweite Aktivistengruppe, Kämpfe zwischen Regierungssoldaten und Deserteuren. In der Hauptstadt selbst kam demnach mindestens ein Mensch ums Leben, als Truppen des Regimes im Viertel Kafar Suse auf Demonstranten schossen.

Nach den Freitagsgebeten füllten sich auch in vielen anderen Teilen des Landes die Straßen mit Demonstranten, die einen Rücktritt von Präsident Baschar Assad forderten. Viele protestierten auch gegen die auf dem Gipfel der Arabischen Liga am Donnerstag verabschiedete Resolution, in dem sie zum Dialog zwischen Regierung und Opposition aufruft, nicht aber zum Rücktritt Assads.

Auf anderer Ebene wird ebenfalls nach einer Lösung der Syrien-Krise gesucht. Am Wochenende kommen in Istanbul wieder Vertreter von 60 Nationen zum Treffen der sogenannten „Freunde Syriens“ zusammen. Im Vorfeld reiste US-Außenministerin Hillary Clinton nach Saudi-Arabien, um gemeinsam mit König Abdullah über eine Syrien-Strategie zu beraten.

Kommentare (1)

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donkikong

31.03.2012, 13:17 Uhr

ist das ne verarsche? der plan wurde doch erst gestern zugestimmt. und hetue haben alle terroristen waffen in den händen soll man denen blumen zu werfen oder was???

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