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16.09.2013

10:10 Uhr

Syrien-Konflikt

Iran würde jeden syrischen Führer akzeptieren

Der Präsident Irans Hassan Ruhani hat erklärt, im Falle von Neuwahlen in Syrien, jeden Nachfolger von Präsident Assad anzuerkennen. Gleichzeitig attackiert er die Haltung des Westens.

Irans Präsident Hassan Ruhani ist bereit, einen neuen syrischen Präsidenten zu akzeptieren. dpa

Irans Präsident Hassan Ruhani ist bereit, einen neuen syrischen Präsidenten zu akzeptieren.

TeheranDer Iran wäre bereit, auch einen anderen syrischen Führer als Präsident Baschar al-Assad zu akzeptieren. Allerdings gehe es im Syrien-Konflikt nicht um Assad, sagte am Montag der iranische Präsident Hassan Ruhani in einem Treffen mit Kommandeuren der Revolutionsgarden in Teheran.

„Syrien muss in erster Linie zur Stabilität zurückfinden. Und dann werden auch wir bei einem demokratischen Prozess jeden (Präsidentschaftskandidaten), der die Mehrheit der Stimmen erhält, akzeptieren“, sagte Ruhani laut Nachrichtenagentur Fars.

Ruhani warf dem Westen vor, über den Syrienkonflikt die Verhältnisse im Nahen Osten ändern zu wollen. „Dabei sollen in erster Linie Israel gestärkt und die anti-israelische Front geschwächt werden.“ Aber wie in Afghanistan und im Irak würden die westlichen und amerikanischen Rechnungen auch in Syrien nicht aufgehen, prophezeite Ruhani.

Syrien ist der engste Verbündete des Irans im Kampf gegen Erzfeind Israel. Teheran ist vehement gegen einen westlichen Militäreinsatz in Syrien und hat daher die russisch-amerikanische Übereinkunft zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen auch begrüßt. Teheran hofft, dass damit auch die Kriegsoption vom Tisch sei und das syrische Volk nun intern über die politische Zukunft des Landes entscheiden könne. Dennoch ist es ein offenes Geheimnis, dass die iranischen Führer, auch Ruhani, einen Verbleib Assads an der Macht vorziehen würden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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kidrontal

18.09.2013, 20:23 Uhr

Die Position Irans hat sich nicht geändert, die iranischen Führer haben immer gesagt, dass sie jeden syrischen Präsidenten akzeptieren, der von der Mehrheit der Syrer bei freien und fairen Wahlen unter internationaler Beobachter gewählt wordne ist.
Googlen sie einmal den Artikel "stepping up to aid Syria" und "Washington Post" und schauen sie selbst was der ehemalige iranische Außenminister Salehi sagte.

Selbst Ahmadinejad sagte das im Interview mit der FAZ, betitelt mit "Gespraech mit Ahmadineschad: wir sind zu einem positiven Schritt bereit" (Das Interview ist stark verkürzt, im iranischen Fernsehen wurde das Interview in voller Länge ausgestrahlt und darin geht es deutlicher hervor)

Iran weiß, dass jeder syrische Präsident, der von der Mehrheit ein Votum hat, gemeinsame strategische Interessen mit Iran hinsichtlich Israel haben wird und daher kommt es auf Assad nicht an, sondern auf die syrische Bevölkerung, die mehrheitlich nicht anti-iranisch ist so wie die Salafisten aus dem Ausland strömend.

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