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03.09.2012

11:23 Uhr

Syrien-Konflikt

Kampfflugzeug tötet 18 Menschen

Am Montag kamen beim Angriff eines Kampfjets 18 Menschen ums Leben. Menschenrechtlern zufolge hat die Gewalt allein im August 5.000 Menschenleben gekostet. Indes sprach Frankreich eine Warnung an das Regime aus.

Zerstörtes Haus nahe Aleppo. Die syrische Armee geht massiv gegen die Hochburg der syrischen Rebellen vor. Reuters

Zerstörtes Haus nahe Aleppo. Die syrische Armee geht massiv gegen die Hochburg der syrischen Rebellen vor.

Beirut/DamaskusBeim Angriff eines syrischen Kampfflugzeugs auf eine Stadt in der Provinz Aleppo sind am Montag nach Angaben von Aktivisten mindestens 18 Menschen getötet worden. Wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, waren sechs Frauen und zwei Kinder unter den Opfern. Sie wurden der Organisation zufolge getötet, als ihr Haus in Al-Bab, in dem sie Zuflucht gesucht hatten, aus der Luft angegriffen wurde.

Der August war nach Darstellung der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte der bisher blutigste Monat in dem seit fast anderthalb Jahren währenden Syrien-Konflikt. Demnach kamen im vergangenen Monat rund 5.000 Syrer ums Leben. Die meisten von ihnen waren Zivilisten. Seit Beginn der Proteste gegen das Regime von Baschar al-Assad im März 2011 sollen nach diesen Informationen rund 26.000 Menschen getötet worden sein. Die Angaben lassen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen. Die Mitarbeiter der in London ansässigen Beobachtungsstelle sammeln ihre Informationen mit Hilfe ihrer Kontakte zu einem dicht gespannten Netz von Aktivisten in ganz Syrien. 

Die 80.000-Einwohner-Stadt Al-Bab liegt rund 30 Kilometer nordöstlich der Stadt Aleppo, einer Hochburg der syrischen Rebellen. Der Beobachtungsstelle zufolge nahm die syrische Armee zudem erneut mehrere Bezirke von Aleppo unter Beschuss. Die amtliche Nachrichtenagentur Sana sprach hingegen wie üblich von „Terroristen“, gegen die das syrische Militär vorgehe. Diese hätten „schwere Verluste“ hinnehmen müssen. Syrische Soldaten hätten Waffen und Munition beschlagnahmt und Fahrzeuge der Aufständischen zerstört.

Der französische Außenminister Laurent Fabius warnte Syrien vor dem Einsatz von chemischen oder biologischen Waffen gewarnt. Die Reaktion aus dem Westen wäre „massiv und scharf“, sagte der Minister am Montag dem Radiosender RMC. „Wir diskutieren das vor allem mit unseren amerikanischen und englischen Partnern“, erklärte Fabius.

Kommentare (1)

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oberserver

03.09.2012, 12:23 Uhr

Ach ja, über die Atomanlagen die Israel betreibt und die Anzahl an Atomsprengköpfen die sich dort befinden wird selbstverständlich nichts berichtet.

Auch nicht, dass die IAEA keine Inspektionen durchführen darf und alles im geheimen stattfindet. Dieses Thema ist völlig tabu. Hauptsache man kann auf Syrien herumreiten und einen Kriegsgrund mit Lügen erfinden.


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