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14.02.2016

15:17 Uhr

Syrien-Konflikt

Obama und Putin telefonieren

US-Präsident Obama und Russlands Präsident Putin haben in einem Telefonat über Syrien gesprochen. Beide haben eine engere diplomatische Zusammenarbeit versprochen.

Der US-Präsident hat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin telefoniert. dpa

Barack Obama am Telefon

Der US-Präsident hat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin telefoniert.

MoskauIm Ringen um eine Waffenruhe in Syrien haben US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatschef Wladimir Putin nach russischen Angaben eine verstärkte Zusammenarbeit vereinbart. Obama und Putin hätten sich in einem Telefonat auf eine Intensivierung der diplomatischen Zusammenarbeit und der Kooperation in anderen Bereichen verständigt, teilte das Präsidialamt in Moskau am Sonntag mit. Beide Staatschefs hätten die Syrien-Abmachung von München positiv bewertet, vor allem die Bemühungen um eine Feuerpause und humanitäre Hilfen. Zudem sei in dem Telefonat die Notwendigkeit enger Kontakte zwischen dem russischen und dem US-Verteidigungsministerium betont worden, um die Islamistenmiliz IS und andere Terrorgruppen erfolgreich zu bekämpfen. Putin habe zudem für einen gemeinsamen Anti-Terror-Kampf geworden.

Medwedjews wichtigste Sätze bei der Sicherheitskonferenz

Zur Konfrontation mit dem Westen

„Wir sind in die Zeiten eines neuen Kalten Krieges abgerutscht.“

Neues Vertrauen aufbauen

„Aber wir müssen diesen Prozess anfangen. Und da darf es keine Vorbedingungen geben.“

Zu den Beziehungen zum Westen

„Kann es wirklich sein, dass wir noch eine dritte weltweite Erschütterung brauchen, um zu verstehen, wie nötig jetzt die Zusammenarbeit ist und nicht die Konfrontation?“

Möglichkeiten zur Lösung

„Ich bin zuversichtlich, dass wir heute weiser, erfahrener und verantwortungsbewusster sind.“

Zu Syrien

„Wir werden weiterhin an der Umsetzung der gemeinsamen Friedensinitiativen arbeiten. Sie laufen schwierig. Aber es ist gibt keine Alternative zum Dialog zwischen den Nationalitäten und Konfessionen“

„Wir brauchen Verhandlungen zwischen der syrischen Regierung und der syrischen Opposition.“

Die USA und Russland hatten bei den Gesprächen am Donnerstag und Freitag in München vereinbart, sich für eine Feuerpause binnen einer Woche und UN-Hilfslieferungen für die Menschen in den belagerten Städten im syrischen Bürgerkrieg einzusetzen. Angriffe auf die IS-Miliz und die mit Al-Kaida verbündete Nusra-Front sollen erlaubt bleiben. Der Westen wirft der Regierung in Moskau allerdings vor, unter dem Deckmantel des Kampfes gegen die IS-Extremisten vor allem die moderate Opposition in Syrien auszuschalten, um die Position von Machthaber Baschar al-Assad zu stärken. Die Aussichten auf eine Waffenruhe blieben wegen der verhärteten diplomatischen Fronten und der anhaltenden Kämpfe an mehreren Fronten trübe.

Von

rtr

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