Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2017

15:12 Uhr

Syrien-Konflikt

Russland wünsch sich breite Beteiligung

Der Kreml hofft, dass möglichst viele Gruppen mit Einfluss auf die Lage in Syrien an Gesprächen in Astana teilnehmen – eine indirekte Einladung der USA? Offen ist, ob überhaupt Politiker an der Konferenz teilnehmen.

Der russische Pressesprecher Dmitri Peskow hofft auf ein starkes Interesse an einer geplanten Syrien-Konferenz in Astana. AP

Beteiligung erwünscht

Der russische Pressesprecher Dmitri Peskow hofft auf ein starkes Interesse an einer geplanten Syrien-Konferenz in Astana.

MoskauBei den geplanten Syrien-Gesprächen in Kasachstan hofft Russland auf eine möglichst breite Beteiligung. Es sollten möglichst viele Gruppen teilnehmen, die Einfluss auf die Lage in dem Bürgerkriegsland hätten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau. Damit antwortete er Agenturen zufolge auf eine Frage, ob Russland auch für eine Beteiligung der USA wäre.

Die Gespräche in der kasachischen Hauptstadt Astana sollen am 23. Januar beginnen. Sie werden von Russland, der Türkei und dem Iran vermittelt. Es ist jedoch noch völlig offen, welche Gruppen zu der Konferenz kommen wollen und ob sich die UN beteiligen.

Debatte um Hackerangriffe: Putin klagt über „Hexenjagd“

Debatte um Hackerangriffe

Premium Putin klagt über „Hexenjagd“

Russland fühlt sich von der Diskussion um Cyberattacken dämonisiert. Der Bericht der US-Geheimdienste enthalte viele Emotionen, aber kaum Fakten. Auch kritische Stimmen aus Deutschland sorgen für wütende Reaktionen.

In Moskau trafen der Agentur Interfax zufolge Vertreter der syrischen Opposition zur Vorbereitung ein. Der Leiter der Delegation und syrische Ex-General, Mustafa al-Scheich, sagte demnach, an den Gesprächen in Astana würden voraussichtlich keine Politiker teilnehmen, sondern lediglich Militärvertreter.

Nach Einschätzung von Beobachtern des Syrien-Konflikts ist die in Moskau eingetroffene Delegation jedoch nicht repräsentativ für die zersplitterte syrische Opposition. Mehrere einflussreiche Gruppen hatten bereits gedroht, den Gesprächen fernzubleiben, falls eine seit Ende Dezember geltende Waffenruhe nicht eingehalten wird.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×