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21.03.2013

02:25 Uhr

Syrien-Krieg

Paris und London wollen UN-Untersuchung von Chemiewaffen-Vorwürfen

In Syrien berichteten sowohl Opposition wie auch Regierungsvertreter von angeblichen Giftgasangriffen. Westliche UN-Vertreter wollen eine Untersuchungskommission einsetzen.

Auch hier, in der Gegend um Aleppo, sollen Chemiewaffen eingesetzt worden sein. ap

Auch hier, in der Gegend um Aleppo, sollen Chemiewaffen eingesetzt worden sein.

New YorkDie Vereinten Nationen sollen nach dem Willen von Großbritannien und Frankreich den angeblichen Einsatz von Giftgas im syrischen Bürgerkrieg untersuchen. Ihre Regierungen würden UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auffordern, eine unabhängige Untersuchungskommission zu entsenden, sagten die UN-Botschafter beider Länder am Mittwochabend nach einer Beratung des Sicherheitsrates in New York.

Auch die USA fordern eine solche Untersuchung. Bei einem Besuch in Israel nannte US-Präsident Barack Obama einen solchen einen „ernsten und dramatischen Fehler“. Zuvor hatte Syrien selbst solch eine Ermittlung vorgeschlagen. Russland ist hingegen ablehnend.

Angeblich Chemiewaffen in Syrien eingesetzt

Video: Angeblich Chemiewaffen in Syrien eingesetzt

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Die syrische Regierung und die Rebellen werfen sich gegenseitig vor, am Dienstag in den Gegenden von Damaskus und Aleppo Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Beide Seiten forderten bereits eine internationale Untersuchung der Vorwürfe durch eine Expertengruppe vor Ort.

Russland, das zu den letzten Verbündeten von Syriens Machthaber Baschar al-Assad gehört, setzt sich allerdings dafür ein, dass nur die Anschuldigungen gegen die syrischen Aufständischen untersucht werden. Eine entsprechende offizielle Anfrage Russlands wurde Ban am Mittwoch übermittelt. „Ich hoffe, der Generalsekretär wird diese Aufforderung schnell beantworten“, sagte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin vor Journalisten.

Kommentare (7)

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dschungelmann

21.03.2013, 05:41 Uhr

Was hier gespielt wird geht schon zus dem Vorspiel GBs und Fs hervor. Die amgedrohten Waffenlieferungen an die Rebellen und der Widerstand vieler EU Laender dageben soll nun schnell und effektiv aufgeweicht werden. Waehrend die USA in Jordanien 1000 Kaempfer ganz offen ausbildet und nach Syrien einschleust, wird nun arbeitsteilig verfahren. GB und F mit Katar und Saudi ruesten diese dann aus. Dazu passt der neue "Regierungschef''der 'Uebergangsregierung' mit US Pass, den in Syrien kein Mensch
kennt. Halten die uns eigentlich fuer voellig verbloedet derweil? GB und F sabbeln bereits vor Kriegsgeilheit. Nun muss man das angebliche Giftgas nur noch Syriens Armee zuschieben, dann ist Obamas 'rote Linie' ueberschritten und es kann ENDLICH richtig los gehen mit dem grossen Sterben in Syrien. Alles natuerlich zum 'Schutz der Zivilisten' und fuer 'Demokratie nach Sharia Art'. Die sind doch voellig irre! Assad sollte nun von Iran und Russland massiv mit Kaempfern und Logistik gestuetzt werden. Falls die FSA/AL NUSRA gewinnt, geht das Schlachten erst richtig los. Somalia laesst gruessen.

RalfS

21.03.2013, 08:01 Uhr

Na, ein neuer Gleiwitz-Versuch? Waren es französische oder englische Granaten? http://www.neopresse.com/politik/naherosten/nun-ist-es-offiziell-der-granatangriff-auf-die-turkei-war-inszeniert/

Thomas-Melber-Stuttgart

21.03.2013, 08:06 Uhr

Die Untersuchung wird natürlich ergebnisoffen geführt, so wie beim Hula-Massaker, versteht sich.

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