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04.09.2013

14:29 Uhr

Syrien-Krise

Merkel glaubt nicht an russisches Einlenken

Bisher blockiert Russland jedes härtere Vorgehen gegen Machthaber Assad. Nach einem Einlenken sieht es vor dem G20-Gipfel in St. Petersburg nicht aus. Die Kanzlerin trifft dort den russischen Außenminister Sergej Lawrow.

Für die Kanzlerin steht unter anderem ein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow auf dem Programm. Reuters

Für die Kanzlerin steht unter anderem ein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow auf dem Programm.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fährt nur mit geringen Hoffnungen auf eine Lösung im Syrien-Konflikt zum G20-Gipfel nach St. Petersburg. „Es sieht derzeit sehr wenig nach einem russischen Einlenken aus“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin.

Trotzdem wolle Deutschland „jede kleinste Chance“ nutzen, um bei den Vereinten Nationen doch noch zu einer gemeinsamen Haltung zu kommen. Bislang blockieren die beiden Veto-Mächte Russland und China im UN-Sicherheitsrat jedes härtere Vorgehen gegen Syriens Machthaber Baschar al-Assad.

Die nächsten wichtigen Termine in der Syrien-Krise

Mittwoch, 11. September

12. Jahrestag der Terroranschläge in den USA.

Dienstag, 17. September

Auftakt der 68. Session der UN-Vollversammlung. Etwa zu dieser Zeit will auch das Expertenteam, das den mutmaßlichen Giftgasanschlag untersucht, seinen Bericht vorlegen.

Sonntag, 22. September

Bundestagswahl in Deutschland.

Dienstag, 24. September

Beginn der diesjährigen Generaldebatte der UN-Vollversammlung mit Rede von US-Präsident Obama.

Im Unterschied zu früheren Gipfeltreffen wird Merkel in St. Petersburg von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) begleitet. Nach Angaben des Auswärtigen Amts steht unter anderem ein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow auf dem Programm.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Hagbard_Celine

04.09.2013, 14:54 Uhr

Russland hält sich an internationales Recht, etwas das Deutschland angesichts der Nürnberger Prozesse auch tun sollte von Amerika, dem Hauptankläger bei den Prozessen, ganz zu schweigen.
Sollte es zu einem illegalen Angriffskrieg gegen Syrien kommen wird Russland vermutlich seine Zurückhaltung bei der Lieferung von modernen Flugabwehrsystemen an Syrien und wohl auch den Iran "überdenken".
Damit wäre das primäre Kriegsziel der Amerikaner, Syrien als geostrategischen Faktor zu eliminieren um so die Einkesselung des Irans voran zu treiben, ad absurdum geführt.

Rechner

04.09.2013, 15:05 Uhr

O-Ton Handelsblatt
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Merkel glaubt nicht an russisches Einlenken
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Ich auch nicht.

Wenn Sie jetzt noch blitzartig damit aufhören würde den amerikanischen und französischen Kriegstreibern Lippendienste zu leisten könnte sie vielleicht die Bundestagswahlen doch noch gewinnen.

Die ersten zwei Prozentpunkte scheint sie wegen ihrer schwachsinnigen Servilität gegenüber den Westmächten ja schon dieses Wochenende eingebüßt zu haben.

...

Vielleicht fällt ihr noch rechzeitig ein, wer ihr Dienstherr ist.

Account gelöscht!

04.09.2013, 15:07 Uhr

Hier ist Rußlands Sicht der Dinge:

http://apxwn.blogspot.co.at/2012/08/schlag-gegen-syrien-ziel-russland.html

Frau Merkel braucht für ihre Prognose kein Hellseherin sein.

Deutschland sollte sich aus Angriffskriegen heraushalten - auch was die Freigabe des deutschen Luftraums angeht. Nicht nur laut Verfassung, sondern auch sehr konkret via Strafgesetzbuch macht sich JEDER - insbesondere auch die Kanzlerin - strafbar, wenn sie/er bei der Vorbereitung eines Angriffskriegs hilft. Syrien greift Deutschland nicht an, auch kein Natoland (bis zum Türkei-False-Flag jedenfalls) - daher KANN ohne UN-Mandat Deutschland sich auf KEINEN Fall in irgendwelche Angriffe in IRGENDWELCHER Form einbeziehen lassen.

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