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18.09.2013

20:24 Uhr

Syrien-Krise

UN weisen Russlands Kritik an Inspekteuren zurück

Russland wirft UN-Inspekteuren vor, parteiisch zu sein – und spricht von Materialien, die die Schuld der Rebellen an dem Giftgaseinsatz beweisen. Der Streit droht, bisherige Bemühungen um eine Resolution zu zerstören.

Syrische Rebellen. Russland behauptet, beweisen zu können, dass die Rebellen für die Giftgas-Angriffe am 21.8. verantwortlich sind. dpa

Syrische Rebellen. Russland behauptet, beweisen zu können, dass die Rebellen für die Giftgas-Angriffe am 21.8. verantwortlich sind.

New YorkDie Vereinten Nationen (UN) haben die Kritik Russlands an ihrem Bericht über den Chemiewaffenangriff in Syrien entschieden zurückgewiesen. Die Erkenntnisse der UN-Inspektoren seien unumstritten, sagte ein UN-Sprecher am Mittwoch vor Journalisten. „Sie sprechen für sich selbst.“ Der Bericht sei „vollkommen objektiv“.

Russland hatte den Bericht der UN-Ermittler als parteiisch kritisiert. Das Land ist der wichtigste Unterstützer von Syriens Präsident Baschar al-Assad, der seit mehr als zwei Jahren einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen versucht. Russland sieht die Verantwortung für den Giftgasangriff am 21. August unweit von Damaskus bei den Rebellen, während die USA und andere westliche Staaten Assad als Schuldigen ausgemacht haben. Der stellvertretende Außenminister Sergej Ryabkow sagte, man habe den Inspektoren Beweise geliefert, die Russland von der syrischen Regierung erhalten habe. Diese seien aber nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Syrien-Krise: Russland kritisiert UN-Giftgasinspekteure

Syrien-Krise

Russland kritisiert UN-Giftgasinspekteure

Die UN-Inspekteure in Syrien seien politisiert, voreingenommen und einseitig, kritisiert Russland – und behauptet Materialien zu haben, die die Schuld der Rebellen an dem Giftgaseinsatz vom 21. August bewiesen.

Der Streit zwischen Russland und den westlichen UN-Vetomächten belastet die Bemühungen um eine Resolution im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, mit der garantiert werden soll, dass Syrien wie zugesagt sein Chemiewaffenarsenal zerstört.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Steinweg

18.09.2013, 21:00 Uhr

Wenn das Sarin eingesetzt wurde, muss es doch wenigstens ein Photo von dem Ort des Geschehens geben. Man kann auch keine kontaminierten Leiche vom Ort des Todes durch Sarin entfernen, das Sarin hat einen Dampfdruck und ist ein Kontakt-Gift. Die Bilder mit den Pseudo-Leichen in den Medien passen daher nicht zu Opfern von Nervengas.

Account gelöscht!

19.09.2013, 06:23 Uhr

Die UNO war schon immer ein korruptes Instrument zur Durchsetzung der Interessen der Siegermächte, nie eine wirkliche Oberorganisation für alle Völker der Welt (schon gar nicht für offizielle "Feindstaaten" wie Deutschland). Mittlerweile ist es nur noch eine Hilfsorganisation des Imperiums. Hierzu mit Bezug auf die Syrieninspektion:

http://krisenfrei.wordpress.com/2013/09/17/uno-nur-noch-ein-instrument-imperialer-interessen/

Account gelöscht!

19.09.2013, 06:34 Uhr

Wenn diese Beweise schlagkräftig sind, dann hat die UNO alias USA ein Problem:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/18/chemiewaffen-syrien-uebergibt-russland-entlastende-beweise/

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