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04.09.2013

04:55 Uhr

Syrien-Krise

US-Senat ebnet den Weg für Obamas Angriffspläne

John Boehner, Chef der Republikaner im US-Repräsentantenhaus, steht bei einem Syrien-Einsatz hinter Präsident Obama. Der Senat hat bereits eine Resolution vorbereitet. Doch im Kongress ist noch nichts entschieden.

Möglicher Militärschlag gegen Syrien

Senat stützt Obamas Kriegspläne

Möglicher Militärschlag gegen Syrien: Senat stützt Obamas Kriegspläne

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Washington/ BeirutFührende Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats haben sich nach Informationen der Nachrichtenagentur AP auf eine Resolution für einen Militärangriff auf Syrien verständigt. Wie am Dienstag aus Kreisen des Kongresses verlautete, könnte es schon am Mittwoch eine Abstimmung geben.

In der Resolution werde der Angriff zeitlich begrenzt, zudem werde der Einsatz von Bodentruppen in Syrien ausgeschlossen. Darauf hätten sich der Vorsitzende des Ausschusses, der demokratische Senator Bob Menendez, und der Führer der Republikaner in dem Gremium, Senator Bob Corker, am späten Dienstagabend verständigt, hieß es.

Die Mitglieder hätten sich nach einer Anhörung am Dienstag in Washington auf eine Resolution geeinigt, die einen Einsatz mit einer Dauer bis zu 60 Tagen erlaube, meldete unter anderem die „Washington Post“. US-Präsident Barack Obama dürfe sie nach einer Mitteilung an den Kongress um 30 weitere Tage verlängern.

Die Zustimmung sei zudem an die Bedingung geknüpft, dass keine Bodentruppen in das arabische Land geschickt würden. Eine Ausnahme wäre die Entsendung einer kleinen „Rettungsmannschaft“, falls ein Notfall eintrete.

Obama müsse zudem innerhalb von 30 Tagen nach Beginn der Aktion einen Plan für eine diplomatische Lösung der Syrien-Krise an den Kongress übermitteln. Der Ausschuss könne die Resolution noch am Mittwoch verabschieden und dann dem gesamten Senat zu einer Abstimmung in der kommenden Woche übermitteln, heißt es.

Die nächsten wichtigen Termine in der Syrien-Krise

Mittwoch, 11. September

12. Jahrestag der Terroranschläge in den USA.

Dienstag, 17. September

Auftakt der 68. Session der UN-Vollversammlung. Etwa zu dieser Zeit will auch das Expertenteam, das den mutmaßlichen Giftgasanschlag untersucht, seinen Bericht vorlegen.

Sonntag, 22. September

Bundestagswahl in Deutschland.

Dienstag, 24. September

Beginn der diesjährigen Generaldebatte der UN-Vollversammlung mit Rede von US-Präsident Obama.

Auch im US-Kongress geben mehrere Spitzenpolitiker Präsident Barack Obama Rückendeckung für seinen geplanten Militärschlag gegen Syrien. So stellte sich der republikanische Chef des Repräsentantenhauses John Boehner - Obamas wichtigster politischer Gegenspieler - am Dienstag demonstrativ hinter den Oberbefehlshaber des Militärs.

Auch andere hochrangige Mitglieder der Kammer sprachen sich für einen Angriff wegen eines mutmaßlichen Chemiewaffen-Einsatzes durch die syrische Führung aus. Die Vereinten Nationen warnten derweil vor einer dramatischen Verschlechterung der Lage für die syrische Bevölkerung: Mittlerweile ist demnach ein Drittel aller Syrer auf der Flucht.

Kommentare (21)

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Account gelöscht!

03.09.2013, 20:00 Uhr

Es wäre schon viel getan, wenn die USA und Saudi Arabien die Finanzierung, Ausbildung und Bewaffnung der sog. Rebellen einstellen würden.

Keiner der Verbündeten der USA (Ausnahme Frankreich) will einen Militärschlag. Auch die Nato hat einen Beschluss getroffen und greift nicht ein.

Wie können die verrückt gewordenen US-Abgeordneten so unverschämt sein, und die Verbündeten als Grund für ihr handeln anführen.

Wir brauchen keine Führungsnation und Weltmacht USA die für uns handelt. Wir wissen selbst was wir tun.
Unglaublich

Rainer_J

03.09.2013, 20:16 Uhr

Zusätzlich muß erwähnt werden, dass der Giftgasanschlag vom CIA oder Mossad oder Killer-Rebellen insziniert wurde, um einen Angriffsgrund zu haben (wie beim Irak).

Die letzten Monate liefen für die internationalen Killer-Rebellen schlecht und jetzt braucht die internationale Elite einen Einstiegsgrund, um die blutrünstigen Killer-Rebellen zu unterschtützen.

Aber dieser false-flag Angriff, war so dämlich und durchschaubar, dass sich das Unterhaus in England geweigert hat für einen Angriff zu stimmen. Auch das US-Militär hat sich in den letzten Tagen geweigert anzugreifen.

Die internationale Elite ist mit ihren Verbrechen zu durchschaubar geworden. Und durch Männer wie Snowden kommt immer mehr raus. Die internationale Elite der Bilderberger beherrscht noch Spitzenpolitiker, aber nicht mehr die Parlamente. Die sind aufgewacht.

Der Bestie (Bilderberger) gehört der Kopf abgeschlagen, damit die Welt wieder sicher und friedlich ist!

Tötet die Kriegsaufhetzer ind den USA, GB und Frankreich!

Thomas-Melber-Stuttgart

03.09.2013, 20:16 Uhr

Die deutschen REP lehnen eine militärische Intervention ab.

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