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06.09.2013

14:05 Uhr

Syrien-Krise

USA fangen iranischen Befehl für Angriffe im Irak ab

Wenn die USA in Syrien militärisch eingreifen, will der Iran amerikanische Ziele im Irak angreifen – das zumindest berichtet das „Wall Street Journal“. Ein mögliches Ziel sei die US-Botschaft in Bagdad.

Irans Präsident Hassan Rowhani: Seine Regierung ist der wichtigste regionale Verbündete der Führung in Damaskus. AFP

Irans Präsident Hassan Rowhani: Seine Regierung ist der wichtigste regionale Verbündete der Führung in Damaskus.

WashingtonDie USA haben einem Zeitungsbericht zufolge eine Anordnung aus dem Iran zu Angriffen auf amerikanische Ziele im Irak für den Fall eines Militärschlags gegen Syrien abgefangen. Ein mögliches Ziel sei die US-Botschaft in Bagdad, zitierte das „Wall Street Journal“ am Donnerstag namentlich nicht genannte Vertreter der Regierung in Washington.

Der Befehl stamme vom Chef der Kuds-Spezialeinheit der Revolutionsgarden und sei an vom Iran unterstützte schiitische Milizen im Irak gerichtet gewesen. Die Extremisten sollten sich demnach für eine gewaltsame Reaktion bereit halten, falls die USA wie angedroht Syrien angreifen sollten.

Der Iran ist der wichtigste regionale Verbündete der Führung in Damaskus. US-Präsident Barack Obama strebt einen Militärschlag gegen Syrien an. Grund sind Berichte über einen mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen der syrischen Truppen gegen die eigene Bevölkerung, bei dem Hunderte Menschen getötet worden sein sollen.

Die nächsten wichtigen Termine in der Syrien-Krise

Mittwoch, 11. September

12. Jahrestag der Terroranschläge in den USA.

Dienstag, 17. September

Auftakt der 68. Session der UN-Vollversammlung. Etwa zu dieser Zeit will auch das Expertenteam, das den mutmaßlichen Giftgasanschlag untersucht, seinen Bericht vorlegen.

Sonntag, 22. September

Bundestagswahl in Deutschland.

Dienstag, 24. September

Beginn der diesjährigen Generaldebatte der UN-Vollversammlung mit Rede von US-Präsident Obama.

Die Sicherheitslage im Irak, der zwischen dem Iran und Syrien liegt, hat sich nach Abzug der US-Truppen in den vergangenen Monaten verschlechtert. Tausende Menschen kamen bei zahlreichen Anschlägen ums Leben. Hintergrund sind Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen, die auch durch den Bürgerkrieg in Syrien geschürt werden.

Von

rtr

Kommentare (13)

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peer-bilderberger

06.09.2013, 09:37 Uhr


Möglicher Syrien-Angriff: Russischer Experte warnt vor massiver nuklearer Verseuchung

Ein Angriff auf Syrien kann laut dem russischen Atomsicherheitsexperten Rafael Arutjunjan zu einer massiven radioaktiven Verseuchung mehrerer Staaten führen, wenn dabei medizinische Zentren zerstört werden, die radioaktive Isotopen benutzen.

++ Aber das ist der wahre Hintergrund +++++

Der Einsatz von Uranmunition -
ein Verbrechen
Seit dem Golfkrieg 1991 verwenden die USA und ihre Verbündeten Geschoße aus abgereichertem Uran (DU-Munition). Im Irak und am Balkan wurden hunderte Tonnen dieses toxischen und radioaktiven Materials verschossen und dadurch als ultrafeiner Staub in der Umwelt verteilt. Die Folgen für verseuchte Soldaten und die Zivilbevölkerung sind Krebserkrankungen, Nerven- und Hirnschädigungen, schwere Mißbildungen ihrer Kinder und genetische Schäden. Obwohl die Auswirkungen von Uranstaub unter der Bezeichnung „Golfkriegssyndrom“ mittlerweile gut dokumentiert sind, üben sich Medien und offizielle Stellen in Verharmlosungen, Lügen oder Schweigen

zarakthuul

06.09.2013, 10:32 Uhr

Auffällig oft werden NSA-"Erkenntnisse" veröffentlicht, die die Wichtigkeit ihres Tuns unterstreichen. Der Wahrheitsgehalt ist allerdings nie überprüfbar. Daher werte ich diese Meldungen als Propaganda.
Nicht das ich es für unmöglich halte, das der Iran Terror im Irak fördert, doch nur zu oft passen die Meldungen nahtlos in die US-Propagandastrategie. Zumal das Belügen der Weltöffentlichkeit (und der eigenen Bevölkerung) ein normales Mittel der US-Politik ist.

Account gelöscht!

06.09.2013, 10:40 Uhr

Giftgas ist auch pervers, oder? In Syrien steck sicherlich der CIA dahinter, oder?

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