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22.02.2015

22:32 Uhr

Syrien

Kurden starten Offensive gegen IS-Miliz

Kurdische Kämpfer in Syrien wollen die IS-Hochburg Tel Hamis zurückerobern. Sie haben nach eigenen Angaben eine Offensive gegen die radikale Miliz gestartet. Die Stadt ist ein strategisch besonders wichtiger Ort.

Die IS-Hochburg Tel Halmis ist strategisch wichtig, denn sie grenzt an Gebiete, die der IS im benachbarten Irak kontrolliert. ap

Anhänger der IS-Miliz

Die IS-Hochburg Tel Halmis ist strategisch wichtig, denn sie grenzt an Gebiete, die der IS im benachbarten Irak kontrolliert.

BeirutKurdische Kämpfer haben nach eigenen Angaben eine Offensive gegen die radikale Miliz Islamischer Staat (IS) in Syrien gestartet. Die von den USA geführte internationale Militärallianz zur Bekämpfung des IS unterstütze den Einsatz mit Luftangriffen, sagte der Kurden-Vertreter Nassir Hadsch Mansur am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters in einem Telefonat. Ziel sei die Einnahme von Tel Hamis. Der Ort sei eine Hochburg der Islamisten. Er liegt in der nordöstlichen Provinz Hassaka. Diese ist strategisch wichtig, denn sie grenzt an Gebiete, die der IS im benachbarten Irak kontrolliert.

Der Islamische Staat hatte im vergangenen Jahr ein grenzüberschreitendes Kalifat im Irak und Syrien ausgerufen. In Syrien geriet er zuletzt verstärkt unter Druck, nachdem die kurdische YPG-Miliz mit Hilfe von Luftschlägen der USA und deren Verbündeten die Islamisten aus der Stadt Kobani verdrängt hatte.

Anschließend gingen kurdische Kämpfer mit Unterstützung anderer bewaffneter syrischer Gruppen gegen den IS auch in anderen Landesteilen vor. Gleichzeitig eroberten syrische Regierungstruppen vom IS gehaltene Gebiete zurück.

Kurdische Streitkräfte seien bis auf fünf Kilometer auf Tel Hamis vorgerückt, sagte Mansur. 23 Bauernhöfe und Dörfer seien befreit worden. 20 IS-Kämpfer seien gefallen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die der Opposition im syrischen Bürgerkrieg nahesteht, teilte mit, mindestens zwölf Mitglieder des IS seien bei Kämpfen getötet worden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Joly Joker

23.02.2015, 12:14 Uhr

Sehr interessant - vor allem die Angaben der Zahl von Gefallenen und der befreiten Dörfer und Bauernhöfe. das alles relativiert doch wirklich diesen schrecklichsten aller Kriege auf das was er ist--- eine Lappalie. Was sind schon 20 Tote IS Schurken. Das dort unten ist kein Krieg, sondern religiös legitimierte und organisierte Kriminalität. Man plündert, mordet, schändet und zerstört . Bilderstürmer und durchgeknallter Religionswahn. Solche Ereignisse hatten wir in der monotheistischen Zeit schon oft. Kitchener und der Maadi aus dem Sudan lassen grüßen. Man sollte wirklich eine Armee hinschicken, die jeden Waffenträger ohne Verfahren exekutiert. Das hätte eine extrem schnelle beruhigende Wirkung. Reingehen und die jungen Männer erschießen und wieder raus. Den Rest erledigt dann die allgegenwärtige Blutrache.

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