Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.07.2012

18:56 Uhr

Syrien

Militärintervention nach Massaker gefordert

Die syrische Armee macht Jagd auf Widerstandskämpfer. Bis zu 250 Menschen sollen beim Blutbad in Tremseh getötet worden sein. Inzwischen droht sogar ein Chemiewaffeneinsatz. Rufe nach einer Intervention werden lauter.

Eine Gruppe Syrer fährt in Ariha an einem zerstörten Tank vorbei. dapd

Eine Gruppe Syrer fährt in Ariha an einem zerstörten Tank vorbei.

Damaskus/IstanbulEin fürchterliches Blutbad in einem syrischen Dorf gibt der Forderung nach einer militärischen Intervention neuen Auftrieb. Bis zu 250 Menschen sollen in Tremseh den Tod gefunden haben. Der Angriff auf das Dorf in der Nähe der Stadt Hama könnte, wenn sich die Angaben der Opposition bestätigen, das bislang schlimmste Massaker seit Beginn des Aufstandes vor 16 Monaten sein.

Einige Oppositionsgruppen erklärten am Freitag, in dem Dorf seien am Donnerstag bis zu 250 Menschen getötet worden. In anderen Berichten war von rund 160 Toten die Rede. Die Berichte lösten international Entsetzen aus.

Die Lokalen Koordinierungskomitees der Revolution sprachen von 74 Toten, Dutzenden Vermissten und über 200 Verwundeten. Etwa 100 Menschen hätten die Regimetruppen bei ihrem Angriff auf das Dorf gefangen genommen. Aktivisten berichteten, die Armee habe Tremseh erst mit Artillerie bombardiert und dann Truppen in den Ort geschickt. Die Soldaten hätten Kämpfer der Opposition erschossen und Zivilisten massakriert. Außerhalb des Dorfes seien Menschen getötet worden, die versucht hätten zu fliehen.

„Wir können bestätigen, dass es gestern in dem Gebiet von Tremseh länger andauernde Gefechte gab“, sagte der Leiter der UN-Beobachtermission, General Robert Mood, vor der Presse in Damaskus. Dabei seien unter anderem Militärhubschrauber und Geschütze eingesetzt worden. Er betonte, sein Team sei bereit, vor Ort zur Aufklärung der Vorfälle in Tremseh beizutragen, „sobald es eine glaubwürdige Waffenruhe gibt“.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich erschüttert. „Der Generalsekretär ist zutiefst besorgt über die jüngsten Meldungen aus der Provinz Hama“, sagte sein Sprecher Martin Nesirky. Auch der Syrien-Sondergesandte Kofi Annan erklärte in Genf, er sei „schockiert und entsetzt“ über die hohe Zahl von Toten sowie „die bestätigte Anwendung schwerer Waffen wie Artillerie, Panzer und Helikopter“.

Die Bundesregierung fordere Syrien „sehr nachdrücklich“ auf, den UN-Beobachtern unverzüglich Zugang zum „Ort des Verbrechens“ zu gewähren, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die notwendigen Untersuchungen müssten ungehindert durchgeführt werden.

Mit dem erneuten Zwischenfall wächst nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes (AA) auch der Druck auf die internationale Staatengemeinschaft, eine diplomatische Lösung zu finden. Die Verhandlungen über eine UN-Resolution seien aber weiterhin sehr kompliziert, sagte ein AA-Sprecher.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Muenchhausen

13.07.2012, 16:02 Uhr

Erich Honecker lässt grüßen !!!!!!!!!!

Account gelöscht!

13.07.2012, 21:17 Uhr

Wie hat das Todenhöfer letzens genannt? Massaker-Marketing!
Der sog. Aufständischen, wohlgemerkt. Und ich würde nicht dagegen wetten wollen, dass das die neueste Marketing-Kampagne war.

Account gelöscht!

13.07.2012, 21:36 Uhr

Berichte über Massaker:
Syrien soll Chemiewaffen bereit machen
ja natürlich!
Endlich ist die Katze aus dem Sack - chemische Waffen!
direkt von Gadafi gekauft, aus den Beständen Libyscher-Waffenarsenale der Weltinvasion,
„100te 1Mann Boden-Luft Abwehrraketen Typ Stinger, Milzbrandbakterien, Gelbkreuz, Senfgas,
10.000 Maschinenpistolen, Waffenfähiges Uran“
einfach alles, das der Medienphantasie verkokster Geist entspringen konnte,
alles aus Gadafis Beständen?
Was meinen der Berichterstattenden Genius der „aller nur Demokratischsten EUR-Europa Medien“
Godfather der Demokratie und der Menschenrechte – Heil der UN und 2x Kanon Hosanna der Presse.
dazu sollte, zu erwähnen nicht vergessen werden,
Vergewaltigungen christlicher Klosterschülerinen,
bestimmt auch Kinderpornographie(Ehen mit Minderjährigen)
und zu allem Übel,
man wills nicht Glauben,
auch noch
'Flitzer'!


Was sagt Schäubles vereinigte EURO-SIPPENHAFT?
Kann ein Unkaputtbarer EUR-Schutzwall
Rettung bringen?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×