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16.08.2015

20:05 Uhr

Syrien

Mindestens 80 Tote nach Luftangriff auf Markt

Syriens Luftwaffe hat am Sonntag Luftangriffe auf die von Rebellen gehaltene Stadt Duma geflogen. Bei der Bombardierung eines Marktes starben laut Aktivisten mindestens 80 Menschen. Die Zahl werde wohl noch steigen.

In den fünf Jahren des Konflikts wurden bereits mehrere tausende Menschen bei Luftangriffen getötet. Der Angriff am Sonntag dürfte einer der folgenschwersten sein. Reuters

Marktplatz nach dem Angriff

In den fünf Jahren des Konflikts wurden bereits mehrere tausende Menschen bei Luftangriffen getötet. Der Angriff am Sonntag dürfte einer der folgenschwersten sein.

BeirutDie syrische Luftwaffe hat einen Markt in einer von Rebellen gehaltenen Stadt bei Damaskus bombardiert und dabei Aktivisten zufolge mehr als 80 Menschen getötet. Die Luftangriffe auf Duma seien am Sonntag, dem ersten Werktag nach dem muslimischen Wochenende, während des Berufsverkehrs geflogen worden. Der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London, Rami Abdurrahman, sagte, es seien vier Raketen auf den Markt gefeuert worden.

Die Zahl der Toten werde vermutlich noch steigen, da viele Verletzte in kritischem Zustand seien, sagte er weiter. Unter Berufung auf Aktivisten seines Netzwerks sprach er von 82 Toten und mehr als 200 Verletzten. Ein anderes Netzwerk, die Örtlichen Koordinationskomitees, meldeten mindestens 100 Tote und 300 Verwundete. „Die Lage ist katastrophal“, sagte der Aktivist Masen al-Schamir der Nachrichtenagentur AP über Skype. Über die Lautsprecher von Moscheen sei zu Blutspenden aufgerufen worden.

Es dürfte einer der folgenschwersten Luftangriffe der Regierungstruppen im syrischen Bürgerkrieg sein. In den fünf Jahren des Konflikts wurden bereits mehrere tausende Menschen bei Luftangriffen getötet.

Die radikalislamische Nusra-Front ließ derweil sieben vor zweieinhalb Wochen in Syrien gefangen genommene Mitglieder einer mutmaßlich von den USA ausgebildeten Rebellenfraktion frei. Die Nusra-Front hatte die Kämpfer der Division 30 Ende Juli wegen ihrer US-Verbindung entführt.

Von

ap

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