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25.06.2011

16:20 Uhr

Syrien

Mit Panzern gegen Trauernde

Erneute Gewalt: Syrische Sicherheitskräfte greifen mit Panzern einen Trauerzug an. Das brutale Vorgehend es Regimes löst eine neue Flüchtlingswelle aus - 1.600 Menschen fliehen in die Türkei.

Ein Bild des Fernsehsenders Al Arabiya zeigt syrische Soldaten. Quelle: dpa

Ein Bild des Fernsehsenders Al Arabiya zeigt syrische Soldaten.

Damaskus/KairoSyrische Panzer haben in Kiswa bei Damaskus einen Begräbniszug für vier Demonstranten verhindert, die von Sicherheitskräften getötet worden waren. Die Angehörigen mussten ihre Opfer am Samstag ohne die üblichen Trauerprozessionen auf dem Friedhof begraben, wie syrische Aktivisten berichteten. Trauerzüge für getötete Demonstranten entwickeln sich in Syrien häufig zu machtvollen Protesten gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad.

Am Freitag waren bei Anti-Assad-Kundgebungen im ganzen Land mindestens 16 Menschen getötet worden. Am Samstag soll in Kiswa ein Demonstrant getötet worden sein. 18 Panzer rückten allein in Kiswa aus. Hunderte Soldaten setzten sich auch in der Vorstadt Barza fest, wo am Vortag ein Demonstrant getötet worden war. Die Behörden kappten dort auch die Internet- und Mobiltelefon-Verbindungen, berichteten Aktivisten.

Erneut Tote bei Protesten in Syrien

Video: Erneut Tote bei Protesten in Syrien

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Das brutale Vorgehen der syrischen Sicherheitskräfte löste eine neue Flüchtlingswelle aus. Rund 1.600 Menschen flohen bis zum Samstag in die Türkei, etwa 1.000 in den Libanon. Dort kamen auch Menschen an, die am Freitag bei den Demonstrationen in der Stadt Homs verletzt worden waren. Sieben von ihnen wiesen Schusswunden in verschiedenen Körperteilen auf, berichteten libanesische Sicherheitskräfte am Grenzübergang Wadi Chalid.

Dennoch appellierte der syrische Rote Halbmond an die Flüchtlinge, sie könnten ohne Bedenken in ihre Heimat zurückkehren. „Wir garantieren als der Rote Halbmond, dass die syrische Regierung die Rückkehrer nicht belangen wird“, zitierte der libanesische Rundfunk den Chef der Organisation, Abdul Rahman Attar. Die Flüchtlinge würden weder bestraft noch verhört.

In Syrien demonstrieren seit mehr als drei Monaten Hunderttausende Bürger für politische Reformen und für einen Regimewechsel. Die Führung in Damaskus entzog sich den Forderungen mit vagen Versprechungen und ließ ihre Sicherheitskräfte mit Schusswaffen auf die Regimegegner losgehen. 1.300 Demonstranten und 300 Armee- und Polizeiangehörige kamen nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten bisher ums Leben.

Von

dpa

Kommentare (1)

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eylem

30.06.2011, 18:16 Uhr

Das kanns doch nicht sein was hat die regierung vor wie kann man auf seine eigenen leute so draufgehen und die ganzen politiker schauen zu sie ignorieren es eiskalt anscheinend kein bok mehr ...... sie machen einfach keinen gewinn davon wie in manch anderen ländern > shitt obama feat merkel

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