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09.06.2012

03:36 Uhr

Syrien

Rebellen locken Journalisten in Falle

Gut und Böse lässt sich in Syrien kaum auseinanderdividieren. Nun wirft ein britischer Journalist den Rebellen vor, ihn in einen Hinterhalt gelockt zu haben. Er vermutet dahinter eine tödliche PR-Falle.

Syrier schwingen Revolutionsfahnen bei einem Protest gegen Assad. dapd

Syrier schwingen Revolutionsfahnen bei einem Protest gegen Assad.

LondonEin britischer Journalist hat schwere Vorwürfe gegen die syrischen Rebellen erhoben: Die Regierungsgegner hätten ihn in der Nähe der libanesischen Grenze in eine Falle gelockt, damit er von syrischen Regierungstruppen erschossen würde, erklärte der Chefkorrespondent von Channel 4 News, Alex Thomson, in seinem Blog. „Tote Journalisten sind nicht gut für Damaskus“, schrieb er.

Zu dem Zwischenfall kam es nach Angaben von Thomson am Montag in der syrischen Stadt Kusair, etwa eine halbe Stunde Fahrt von Homs entfernt. Er, sein Fahrer, ein Dolmetscher und zwei weitere Journalisten wollten hinter die Regierungslinien zurückkehren, als die Rebellen sie in eine Sackgasse geführt hätten. Ein Schuss sei gefallen.

Dies sei kein Versehen gewesen, erklärte Thomson. „Ich bin sicher, dass die Rebellen das bewusst arrangiert haben, damit wir von der syrischen Armee erschossen werden“, schrieb er. Dem Wagen gelang die Flucht. Thomson hat Syrien inzwischen verlassen.

Unterdessen hat die tunesische Regierung die Imame des Landes aufgefordert, nicht länger Jugendliche zum Dschihad in Syrien aufzurufen. Ein Sprecher der Übergangspräsidentschaft in Tunis erklärte am Freitag, Syrien benötige politische Hilfe und keine Dschihadisten.

Begräbnis eines Gewaltopfers in Syrien. Oft ist unklar, wer für einen tödlichen Angriff verantwortlich ist. dapd

Begräbnis eines Gewaltopfers in Syrien. Oft ist unklar, wer für einen tödlichen Angriff verantwortlich ist.

In einem Brief, den Syrien im vergangenen Monat an die UN schickte, wurden die Namen von 26 ausländischen Kämpfern genannt, die in Syrien festgenommen worden seien. 19 der Genannten waren Tunesier.

Tunesien hat seinen Botschafter aus Syrien abgezogen und den syrischen Botschafter aus Tunis ausgewiesen, um gegen das gewaltsame Vorgehen gegen die Opposition zu protestieren.

Der Friedensplan des Uno-Sondergesandten Kofi Annan gilt unter Politikern und Diplomaten zunehmend als gescheitert. Die Rufe nach einer härteren Gangart der Weltgemeinschaft werden immer lauter.

Syrien-Strategie am Wendepunkt

Video: Syrien-Strategie am Wendepunkt

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Von

dapd

Kommentare (12)

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Thomas-Melber-Stuttgart

09.06.2012, 06:56 Uhr

Und mit solchen Gesellen macht sich unsere Regierung gemein?

Account gelöscht!

09.06.2012, 07:17 Uhr

Die Rebellen wollen das Land Islamisieren , Koran und Scharia sollen das ersetzen was wir Gesetz nennen .
Nach Islamischen Gesetz ist es eben die heilige pflicht andersgläubige zu töten !!!

3. Andersgläubige werden grundsätzlich für geschworene Feinde des Islam gehalten. (4:101)
4. Moslems dürfen keine Andersgläubige für Freunde haben (Koran 5:51)
5. Es ist die heilige Aufgabe der Moslems, Andersgläubige zu töten. (Koran 9:5)
6. Der einzige sichere, GARANTIERTE Weg, in den Himmel zu kommen, ist für ein Moslem, Andersgläubige zu töten. (Koran 9:111)
7. Moslems müssen Andersgläubige TERRORISIEREN. (Koran 8:12)
8. Moslems müssen Andersgläubige belügen um den Islam zu helfen und sie dürfen sich Andersgläubigen nicht anvertrauen. (Koran 3:28, 16:106)
9. Andersgläubige müssen sich für eine dieser Möglichkeiten entscheiden: 1. sterben, 2. konvertieren, 3. Dhimmisteuer zahlen, damit sie am Leben gelassen werden (Koran 9:29).
10. Andersgläubige sind böse Menschen, die keine Gnade verdienen. (Koran 98:6)

Account gelöscht!

09.06.2012, 07:18 Uhr

Es ist schwer Propaganda und Wirklichkeit in diesem Durcheinander auseinanderzuhalten. Ich hoffe, unser Nachrichtendienst hat mehr Erkenntnisse als ich, wofür spricht, daß unsere Regierung sich auf Seiten der Rebellen schlägt.
Aber so ganz rein kommt mir die Sache nicht vor......


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